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Wermelskirchen
Razzia bei den Flüchtlingen in Dabringhausen

Wermelskirchen. Die Bezirksregierung Arnsberg in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Polizei und der Ausländerbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises haben gestern Morgen auch die Flüchtlingsunterkunft in Dabringhausen im Rahmen einer landesweiten Aktion durchsucht. Ziel der Aktion war es, den Aufenthaltsstatus von Geflüchteten aus Algerien und Marokko zu klären.

Seit dem 7. März gilt in NRW für neuankommende Flüchtlinge, dass sie in einem gemeinsamen Registrierungsschritt durch Land und Bund erfasst werden. Bei der Aktion sollte in den Einrichtungen jenen Flüchtlingen, die vor dem 7. März eingereist sind, die Möglichkeit zur Registrierung gegeben werden. Durch eine Erfassung der biometrischen Daten soll es möglich sein, Mehrfachidentitäten auszuschließen.

Hatte sich ein Geflüchteter dazu entschieden, einen Asylantrag zu stellen, wurde er per Bustransfer zur Registrierungsstelle nach Düsseldorf gebracht, heißt es in einer Presseerklärung der Bezirksregierung Arnsberg. Dort erfolgte auch die Überprüfung, ob er in anderen EU-Staaten einen Antrag gestellt hat. Entschied sich der Flüchtling gegen einen Asylantrag, hielt er sich damit unerlaubt in Deutschland aus. Dann wurde laut RP Arnsberg ein Strafermittlungsverfahren eingeleitet.

Details zur Aktion in der Mehrzweckhalle Dabringhausen gab die Bezirksregierung gestern nicht bekannt. Auf Nachfrage der Redaktion, wie viele Flüchtlinge einen Asylantrag stellten, hieß es gestern, diese Zahlen werden "nicht lokal heruntergebrochen". Auch Stadt- und Kreisverwaltung sowie die Polizei nannten keine Zahlen: Sie hatten von der Bezirksregierung einen Maulkorb verpasst bekommen.

Aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr die BM-Redaktion, dass drei Personen das Angebot nutzten, einen Asylantrag zu stellen.

(tei.-)
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