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Wermelskirchen
Rehse: Gelbe Säcke müssen stabiler werden

Wermelskirchen: Rehse: Gelbe Säcke müssen stabiler werden
Dieses Szenario kennen viele Wermelskirchener: Der gelbe Sacke reißt bei kleinster Belastung. FOTO: Raupold (Archiv)
Wermelskirchen. Der WNK UWG-Politiker fordert, dass sich Verwaltung und Politik endlich für eine Verbesserung starkmachen.

Viele Wermelskirchener sind ihre "Gelben Säcke" leid. Denn die Behältnisse für wiederverwertbaren Kunststoffmüll reißen immer wieder auf - und der Abfall entleert sich in der Wohnung oder fliegt auf den Straßen herum. Schon vor Monaten haben etliche Wermelskirchener in einer Facebook-Gruppe ihrem Ärger leidenschaftlich Luft gemacht, jetzt greift Politiker Henning Rehse, der Vorsitzende der WNK UWG-Fraktion im Stadtrat, das Thema offiziell auf. Er schrieb einen offenen Brief an Bürgermeister Eric Weik und seinen Ratskollegen Gereon Stock (CDU). Beide wurden vom Rat als Wermelskirchener Vertreter in die Verbandsversammlung des Bergischen Transportverbands gewählt, die 20 Kommunen des Rheinisch- und Oberbergischen Kreises in der Bergischen-Wertstoff-Sammel-GmbH (BWS) vertritt - und diese wiederum gibt die Gelben Säcke heraus.

Rehse moniert: "Seit Jahren werden diese Säcke dünner und dünner und sind kaum mehr in der Lage, ob ihrer nicht mehr vorhandenen Stabilität den Verpackungsmüll aufzunehmen: Jede Kante eines Joghurtbechers, jede zusammengefaltete Milchtüte zerschneidet sofort den Sack." Dass dieses Problem seit Jahren bekannt sei, ärgert Rehse. Für ihn gibt es nur zwei Lösungen: Entweder werden die Säcke dicker und erhalten die Stabilität eines handelüblichen blauen Müllsacks - oder die Bürger im Gebiet der BWS erhalten die Möglichkeit, gelbe Tonnen zu bestellen, so wie es in Nachbarstädten wie Remscheid möglich ist.

Rehse bittet Weik und Stock, sich als Mitglieder der Verbandsversammlung dafür einzusetzen. Er selbst wolle dies auf anderer Ebene tun - über den Bergischen Abfallwirtschaftsverband. In dessen Verbandsversammlung wurde Rehse jüngst als Kreistagsmitglied gewählt.

Das Thema von der Qualität der Gelben Säcke beschäftigt übrigens nicht nur Wermelskirchen. Im Hückeswagener Stadtrat stand es schon im Mai auf der Tagesordnung. Damals waren die Säcke teilweise schon beim Abreißen von der Rolle kaputt gegangen. Die BWS hatten das damals in einer Presseerklärung mit einem Produktionsfehler erklärt. Weiter hieß es: "Trotzdem müssen wir die Bürger bitten, die Gelben Säcke weiter zu benutzen." Denn bis zum Eintreffen der Ersatzware könne die BWS keine Alternative anbieten.

(khe)
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