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Wermelskirchen
Rehse: Loches-Platz-Pläne haben nur "Note 3"

Wermelskirchen: Rehse: Loches-Platz-Pläne haben nur "Note 3"
FOTO: privat
Wermelskirchen. Das Verfahren für die Neugestaltung des Loches-Platzes sorgt weiterhin für politische Diskussionen. Jetzt meldetet sich die WNKUWG-Fraktion noch einmal zu Wort. Sie beantragt nun auch offiziell in einem Schreiben an den Bürgermeister, das bisherige Verfahren zu beenden und die Fläche mittels freihändiger Vergabe an einen Investor zu verkaufen und diesen den Platz entwickeln zu lassen (BM berichtete). Die Begründung: Keiner der eingereichten Vorschläge werde den Anforderungen in dem Maße gerecht, "dass sich eine Weiterverfolgung ohne Weiteres lohnen würde".

"Wir weisen darauf hin, dass der erstplatzierte Entwurf bei 61 von 80 Punkten liegt. Das sind 76,25 Prozent und bei Schulnoten eine glatte 3", heißt es in der Stellungnahme. Bei den Entwürfen sei keine "2" oder "1" dabei - "wollen wir im Ernst mit einer "3" den Loches-Platz bebauen?", fragt Fraktionsvorsitzender Henning Rehse.

Hilfsweise beantragt die WNKUWG-Fraktion, mit vier Entwürfen, die noch zu optimieren seien, ins weitere Verfahren zu gehen. "Da alle vier erstplatzierten Entwürfe keine befriedigende Punktzahl für eine optimale Bebauung ergeben, schlagen wir alternativ zur freihändigen Vergabe ein Verfahren zur Optimierung der nach dem überarbeiteten Ranking erstplatzierten Entwürfe vor." Den vier Besten gebe die WNKUWG die Möglichkeit, die zum Erreichen einer Punktzahl von möglichst über 75 Punkten ("Note 1") notwendigen Anforderungen der Stadt einzuarbeiten. "Das eröffnet die Chance, eine befriedigende Bebauung zusammen mit allen Bürgern zu entwickeln", sagt Rehse.

Die Stadtverwaltung teilt unterdessen mit, dass das Vergabeverfahren, in dem aus zehn Investorenplänen eine Rangliste erstellt wird, weiterhin in eine Direktvergabe an einen Investor (wie von der WNKUWG gefordert) geändert werden könne. "Das ist aber politisch nicht gewünscht", sagt Stadtsprecher Jürgen Scholz. Die jetzige Vorgehensweise sei im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am 14. September 2015 beschlossen worden. Die Fraktionen von CDU, SPD, Bürgerforum und Grüne hatten zuletzt deutlich gemacht, das sie an dem Vergabeverfahren festhalten werden.

Auf die Frage der WNKUWG, ob die Stadt einem Investor einen notariellen Kaufvertragsentwurf zugesandt hat, antwortet Scholz: "Im Parallelverfahren war der Entwurf des Kaufvertrages notwendiger Bestandteil, deshalb wurde dieser dem Investor zugesandt." Was die Stadtverwaltung mit dieser Aussage meint, blieb gestern trotz Rückfrage beim Stadtsprecher offen.

(ser)
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