| 00.00 Uhr

Wermelskirchen
Reitanlage soll Leistungszentrum werden

Wermelskirchen: Reitanlage soll Leistungszentrum werden
Der neuer Pächter Steen Sörensen beim Parcoursaufbau auf der Reitanlage Im Berg. Im Hintergrund zu sehen ist seine Reitschülerin Deena Frerck auf Caretana. FOTO: Nico Hertgen
Wermelskirchen. Steen Sörensen ist der neue Pächter auf der Reitanlage Im Berg. Spring- und Dressurreiter stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Der Stall soll wieder für Turnierreiter attraktiver werden. Auch junge Pferde sollen ausgebildet werden. Von Sina Marie Hopff

Die Reitanlage Im Berg entwickelt sich wieder zu einem schwerpunktmäßigen Turnierstall. Seit Februar dieses Jahres ist Steen Sörensen, gelernter Pferdewirt mit Schwerpunkt Reiten, der neue Pächter der Anlage, auf der der Reit- und Fahrverein Wermelskirchen beheimatet ist. Für den 36-jährigen Sörensen ist dies eine ganz neue Herausforderung, ist er doch erst seit August 2015 selbstständig.

16 Pferde hatte er zuvor auf einer Reitanlage in Monheim am Rhein im Beritt. Nun brachte er die Vierbeiner mit nach Wermelskirchen auf die idyllisch gelegene Anlage. In den sieben Jahren zuvor war Steen Sörensen als erster Stallbereiter in einem Spring- und Handelsstall in Hückeswagen angestellt. "Dort hatte ich die Möglichkeit, qualitativ sehr gute Springpferde bis zur schweren Klasse auszubilden", berichtete der Bereiter. Unterstützt wurde er dabei unter anderem von Manfred "Manni" Kötter, einem im Springpferdesport sehr bekannten Reiter, der unter anderem Trainer von Olympiasieger Ludger Beerbaum war.

Die Reitanlage war im September 2015 in die Schlagzeilen geraten, als die Mutter der damaligen Pächterin morgens tot aufgefunden worden war. Die Polizei ging anfangs von einem Tötungsdelikt aus. Nach der Obduktion und weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, das ein Sturz zu den schweren Verletzungen geführt hatte. Sörensen ist ausschließlich im Springsport aktiv und stellt seine Berittpferde wöchentlich auf Reitturnieren vor. Die beiden Stallpfleger sowie die angestellte Bereiterin Alina Petry versorgen die Pferde. Doch auch das Dressurreiten soll auf der Anlage Im Berg nicht zu kurz kommen. Regelmäßiger Dressurunterricht findet daher weiterhin auf der Anlage statt. "Ich möchte den Stall wieder attraktiver für Turnierreiter machen und eine Art Leistungszentrum erschaffen, das sowohl Springen als auch Dressur umfasst", sagte Sörensen über seine aktuellen Pläne. Neben der Ausbildung junger Pferde, die größtenteils weiterverkauft werden, soll daher auch der Reiternachwuchs ausreichend gefördert werden: "Ich gebe daher wöchentlich Springunterricht und veranstalte am Wochenende interne wie auch externe Lehrgänge", berichtete der Springreiter. Neben dem Unterricht auf der Anlage Im Berg trainiert er einmal pro Woche ambitionierte Reiter im Reitstall Koch in Dhünn und auf der Reitanlage in Unterhebbinghausen.

Um seiner neuen Aufgabe als Selbstständiger und Pächter einer Reitsportanlage gerecht zu werden, betreibt Sörensen auch einen hohen finanziellen Aufwand: "Ich musste mir beispielsweise einen großen Pferdetransporter anschaffen, und es sind umfangreiche Arbeiten an der Außenanlage erforderlich", erzählte er und fügte an: "Nur so wird es in Zukunft auf der Reitanlage möglich sein, viele Kunden dazu zu bringen, ihre Pferde in den Beritt oder in das Springtraining zu geben." Umso mehr freut sich Sörensen über die derzeit sehr hohe Nachfrage nach Unterbringung auf der Anlage, sowie über das positive Feedback seiner Kunden.

Im Rahmen des am vergangenen Wochenende auf der Reitanlage Im Berg veranstalteten Dressur- und Springturniers kamen viele Schüler von Sörensen mit ihren Sportpferden auf die Anlage und zeigten sich begeistert von den bald neuen Möglichkeiten, wie der Bereiter meinte.

Im Mai wird Sörensen gemeinsam mit seiner Ehefrau und seiner einjährigen Tochter in die Wohnung auf der Reitanlage einziehen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wermelskirchen: Reitanlage soll Leistungszentrum werden


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.