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Wermelskirchen
Reparaturcafé hat jetzt ein Logo und eine eigene Homepage

Wermelskirchen. Damit das Angebot in der Stadtbücherei auch weiterhin ein so großer Erfolg bleibt, rühren die Ehrenamtlichen die Werbetrommel.

Werbung zu machen, um Kunden zu gewinnen, das hat das Reparaturcafé eigentlich gar nicht nötig: An jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat kommen zwischen 30 und 50 Bürger in den Nebenraum der Stadtbücherei in der Kattwinkelschen Fabrik, um liebgewonnene Geräte von den ehrenamtlichen Helfern wieder "in Schuss" bringen zu lassen. Dieser Zustrom will allerdings organisiert sein. Dabei helfen ab sofort von professioneller Hand entwickelte Werbemittel - allen voran ein Logo aus der Feder des bekannten Grafikdesigners und Künstlers Günter Lilge.

"Ich habe schnell bemerkt, dass wir Namensschilder für alle Mitwirkenden brauchen - auch um das Personal der Stadtbücherei zu entlasten. Wir wollen schließlich mit den Menschen in einen Dialog treten und ansprechbar sein", sagte Manfred vom Stein vom Reparaturcafé-Team nach dem Startschuss im März. Aus einer langjährigen Bekanntschaft mit Lilge entstand der Kontakt zu dem Künstler, der das Logo - eine vereinfacht stilisierte Kombination aus Symbolen für Mechanik, Elektrik und Café - entwarf.

Mit ihrer Werbeagentur setzte Gabriele Dyk Visitenkarten, Flyer, Hinweisschilder, Poster, Banner und Ablaufpläne um. Obendrein gibt es unter www.reparaturcafe-wermelskirchen.de ab sofort eine Homepage mit den wichtigsten Informationen. "Das alles ist für uns ein Organisations- und damit Hilfsmittel", sagte Manfred vom Stein. Und Reparaturcafé-Leiter Hans-Erwin Hermann ergänzte: "Es braucht regelmäßig Werbung, damit das ganze Vorhaben auf Dauer nicht verflacht!"

Für Hermann steht der Blick in die Zukunft im Fokus. "Wir suchen Sponsoren und weitere Mitstreiter. Wir werden jetzt auch einen Antrag auf Unterstützung an die Bürgerstiftung der Stadtsparkasse stellen."

Gabriele Dyk und Günter Lilge verrichteten ihr Werk für das Reparaturcafé ehrenamtlich. "Das Ehrenamt macht gute Arbeit. Das hat mich dazu motiviert, ehrenamtlich die Ehrenamtlichen zu unterstützen, damit es etwas wird", sagte Günter Lilge.

Seit der Eröffnung am 17. März 2016 hat das Reparaturcafé mehr als 300 Aufträge abgewickelt. Die Freiwilligen konnten 1450 Euro an Spenden einnehmen und erhielten Werkzeuge im Wert von 600 Euro von der BEW. Die Leiterin der Stadtbücherei, Kathrin Ludwig, die die Ideengeberin des Reparaturcafés ist und ein Zeichen gegen konsumorientierte Wegwerf-Mentalität setzen will, freut sich über die große Resonanz. "Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass sich das Reparaturcafé so toll entwickelt. Ich bin total von den Socken", sagte sie.

(sng)
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