| 16.01 Uhr

Wermelskirchen
Rollsplitt wird entfernt

Wermelskirchen. Wann gibt es die ersten Verletzten in der Straße "Butscheid"? Diese Fragen stellen sich derzeit Anlieger. Denn Jungen und Mädchen auf ihrem Schulweg aus den Wohngebieten Am Kamp und Gartenfeld zum Höferhof nehmen gern die "Abkürzung" gleich hinter der Kirche in Dabringhausen.

Vor allem, wenn man es dort mit dem Cityroller so schön laufen lassen kann. Nur: Es ist gefährlich. Denn der Rollsplitt, von den Mitarbeitern der Stadtverwaltung großzügig bei Eis und Schnee verteilt, damit die Autofahrer dort nicht ins Rutschen kommen, ist immer noch nicht gekehrt.

Im Januar, als die Salzvorräte zur Neige gingen und wenig Aussicht auf Nachschub bestand, griffen die Bauhofmitarbeiter zum bewährten Mittel: Sie nahmen Rollsplitt. Pur oder "gestreckt" mit dem Rest-Salz. Vor allem an Steigungsstrecken wie den Berg der Straße "Butscheid". Dort waren auch Müllfahrzeuge hängengeblieben.

Winterdienst-Gebühren

Beigeordneter Dr. André Benedict Prusa hatte Ende Januar versprochen, kurzfristig den Rollsplitt zu beseitigen. Anfang Februar war avisiert. Doch bis gestern lagen die Überreste des Winters sichtbar auf der Fahrbahn und an den Straßenrändern. Am "Heißen Draht" befürchteten Anwohner, dass wohl nicht mehr gereinigt werde: Die Straße "Butscheid" unterliege nicht dem Straßenreinigungsplan, wohl aber müssen die Anlieger Winterdienst-Gebühren zahlen.

Tiefbauamtsleiter Stefan Lohkamp gab gestern Entwarnung. "Wir haben vergangene Woche der Firma Remondis einen separaten Auftrag erteilt, um gerade den Rollsplitt von den Straßen zu bekommen." Dabei würden "alle Straßen" abgefahren – "schon in unserem Eigeninteresse", so Lohkamp. Denn: "Wir befürchten, dass der Regen den Splitt in die Kanäle spült. Und dann wird es richtig teuer." Denn Splitt wirke in den Kanäle wir Schmirgelpapier, so dass die Rohre beschädigt würden. Außerdem könnte der Splitt in den Kläranlage gespült werden. "Auch das wird dann teuer."

Die Straßeneinläufe müssen noch gesondert kontrolliert werden. "Dafür müssen wir noch einen Auftrag schreiben", so Lohkamp.

Quelle: RP
 
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