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Wermelskirchen
Rund 170.000 Euro für den Tierschutz gespendet

Wermelskirchen. Als "Rekordjahr" bezeichnete Magda Ditges die Arbeit des Tierheims am Aschenberg in 2015. Waren es im Jahr 2014 noch 481 Tiere, die im Tierheim aufgenommen wurden, musste sich der Tierschutzverein im vergangenen Jahr mit 644 Tierschicksalen befassen. Abzüglich der 110 Tiere, die sich am 31. Dezember noch im Tierheim befanden, sind das 544 vermittelte Tiere in 2015. Diese Vermittlungen verliefen erfolgreich, denn die Rücklaufquote der Tiere, die wieder ins Tierheim zurückgebracht werden, belaufe sich auf nur 0,5 Prozent, führte Ditges aus. "Hieraus ersehen wir, dass unsere gewissenhafte und verantwortungsvolle Vermittlungsstrategie absolut richtig ist und sich bewährt. Bei der Vielzahl an Vermittlungen bleibt es nicht aus, dass man es nicht allen recht machen kann", sagte die scheidende Vorsitzende. Sie verwies auf einen Fall aus jüngerer Zeit: "Da kam eine sehr alte Frau auf zwei Krücken ins Tierheim und wollte einen Welpen. Das geht nicht. Sie war leider sehr verärgert und nicht einsichtig." Unter anderem kamen im vergangenen Jahr 218 Hunde (davon 23 Laborhunde im Rahmen des Projektes "Kölner Modell"), 223 Katzen sowie 114 Kaninchen ins Tierheim.

Für den Betrieb des Tierheims muss der Tierschutzverein Wermelskirchen und Umgebung monatlich rund 23.000 Euro aufbringen. "Es ist nicht leicht, das benötigte Geld an Land zu ziehen. Es ist immer eine Gratwanderung, aber irgendwie hat es mit zwei blauen Augen immer wieder geklappt", sagte Ditges. Im Kassenbericht (zuständig für die Buchführung ist Ullrich Hartung) verwies Magda Ditges auf Einnahmen in Höhe von knapp 290.000 Euro, denen Ausgaben von nicht ganz 264.000 Euro gegenüber stehen. Dabei bilden die Geschäftskosten von rund 141.000 und Arztkosten von etwa 108.000 Euro auf der Ausgabenseite die "dicksten Brocken". Die Einnahmen setzen sich vor allem aus Spenden (rund 170.000 Euro) sowie Mitgliedsbeiträgen, Sonderaktionen wie die Beteiligung an Märkten oder Festen und den Zuwendungen der Städte Wermelskirchen (8.000 Euro) und Hückeswagen (3.465 Euro) für die Fundtierversorgung zusammen.

Das Jahr 2015 konnte der Tierschutzverein mit einem Kontoguthaben von gut 32.000 Euro abschließen, Ende 2014 waren es lediglich 6.500 Euro.

"Der Kassenbericht ist einsehbar. Dazu kommt die Finanzbuchhaltung für das Finanzamt. Alles ist transparent gelistet, besser geht es nicht", sagte Magda Ditges.

(sng)
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