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Wermelskirchen
Sanierung der Pfarrkirche fast abgeschlossen

Wermelskirchen. Der eingerüstete Turm zeugt von weiteren Arbeiten. Nächste Woche beginnt der "Rückbau". Von Udo Teifel

Hitzefrei haben die Arbeiter nicht. Dafür ist es schön kühl in der Pfarrkirche. Und die Sanierungsarbeiten sind auch noch nicht abgeschlossen: Bänke, Altar und Kreuze sind mit Plastikfolie abgedeckt. "Die Handwerker können nicht anfahren. Durch den Krammarkt sind natürlich die Zufahrtsstraßen versperrt. Sie legen unfreiwillig eine Pause ein", sagt Pfarrer Michael Knab. Trotzdem versprüht er Zuversicht. Denn die gestrige Baubesprechung hat gezeigt, dass die Arbeiten hervorragend im Zeitplan liegen. "Es ist letztlich über den Rückbau gesprochen worden. Also den Umzug vom Pfarrzentrum, wo wir unsere Messen feiern, zurück in die Pfarrkirche von St. Michael."

Und dazu gehört natürlich der Einbau des schweren Portals vermutlich am Donnerstag. Es wird in einer Fachfirma im Kreis Neuwied restauriert. "Das war eine gute Entscheidung. Wir haben nämlich festgestellt, dass die Tür ein ,Innenleben' hat. Die Träger waren alle verrostet."

Auch die Grundreinigung beginnt nächste Woche, dann müssen die Bänke auf den abgeschliffenen Fußboden gestellt und teilweise vom Fachmann verschraubt werden. "Wir haben ja einen neuen Windfang. Dadurch werden die Bänke etwas verschoben." Da es sich um einen Natursteinbogen handelt, warnt Knab seine Gläubigen vor: "Es kann trotz Reinigung ein wenig nachstauben. Das ist eben Naturstein."

Enthaust wird auch die Orgel - die muss aber dann neu gestimmt werden, so dass die ersten Messen auf dem Keyboard begleitet werden. Zwar wurde ein Teil der Elektrik schon erneuert, nicht aber die Beleuchtung - die Lieferzeiten betragen rund drei Monate. Knab: "Das war für uns kein Grund, die Kirche weiter geschlossen zu halten. Das machen wir zwischendurch." Auch die neuen Seitentürenflügel des Windfangs werden später eingesetzt. "Da kann es jetzt noch ein wenig ziehen auf den hinteren Bänken. Aber das wird sich mit den neuen Türen schnell ändern." Auch die passgenaue Anschlussleiste des sanierten Portals zum Mauerwerk wird von den Handwerkern später montiert.

Eingerüstet bleibt der Glockenturm. Eigentlich war nur ein Sockelputz vorgesehen, doch der Baugrund ist so feucht, dass der Putz viel Wasser gezogen hat. Und damit sich nicht der obere Teil des Turms farbig abhebt - unten frische Farbe, oben alte -, hat man sich in Absprache mit dem Erzbistum entschlossen, den Turm komplett zu streichen. Das wird aber erst im Laufe des kommenden Monats geschehen. "Die 7000 Euro Mehrkosten sind da gerechtfertigt", weiß Knab.

Gern hätte er sicher bei der Visitation von Weihbischof Ansgar Puff Anfang September die Pfarrkirche St. Michael komplett saniert vorgestellt. Aber das klappt nun nicht. "Mir war auch wichtig, dass das Pfarrzentrum als Begegnungsstätte schnell wieder für die ganzen Gruppen frei wird."

Quelle: RP
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