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Ansichtssache
Schimmelsporen-Alarm im U3-Nest lässt das Schlimmste befürchten

Ansichtssache: Schimmelsporen-Alarm im U3-Nest lässt das Schlimmste befürchten
FOTO: Moll Jürgen
Meinung | Wermelskirchen. Ob "Parkplatz-Fracking", Schimmelsporen-Alarm im U3-Nest oder eine zweite Zufahrt für das Wohngebiet Meisenweg - in der vergangenen Woche war wieder viel los in Wermelskirchen.

Auch wer nicht dabei war, kann's nachvollziehen, wie sich Erzieher und die Kleinkinder gefühlt haben müssen. Den wunderschönen neuen Zusatzbau vor Augen - aber betreten dürfen sie ihn nicht. Schimmelsporen-Gefahr!! Weil vier Tage Wasser ungehindert in das Gebäude floss. Wände, Fußboden. Dämmmaterial und Holzkonstruktion haben sich vollgesogen. Tränen flossen in der Kita Bussardweg. Bei Großen und Kleinen.

Sicher: So etwas ist Handwerkerpech. Eine Schraube zur Befestigung einer Platte zum Trockenausbau traf eine Wasserleitung. Eigentlich gibt es ja Regeln, wie Leitungen in Wänden verlegt werden sollen. Nur: Da jetzt Vorhaltungen zu machen, hilft wirklich nicht. Es ist passiert.

Betroffen sind die U3-Kinder und Eltern. Die müssen ausweichen. Nun kann man nur hoffen, dass dieser neue Zusatzbau so saniert wird, dass Kinder dort nicht krank werden. Das wäre wohl - nach PCB in Wermelskirchener Schulen und der Rathaus-Fassade - der nächste GAU.

Da hatten die Bewohner des Finkenweges nicht mit gerechnet: Durch ihre Anliegerstraße fahren bald Lastwagen wie auch Zulieferer und Bewohner des neuen Baugebietes Meisenweg. Und vor allem zur hinteren Fläche, die nach dem Einspruch des Eigentümers nun mit als Baufläche ausgewiesen wird. Das entlastet die Anwohner des "alten" Meisenweges. Auf jeden Fall ist mit Baubeginn rund um den alten Sportplatz Asterweg bald die Ruhe vorbei. Aber so ist das: Wohnflächen in Wermelskirchen sind rar. Da wird jede Fläche genutzt. Die Eigentümer der Wiese und des Sportplatzes freut's: Das gibt gutes Geld für eine gute künftige Wohnlage.

Lotti" ist schon jetzt der Liebling der Wermelskirchener. Der Bussard von Gabriele Fiebig soll die Tauben in der Innenstadt verscheuchen. Viel wichtiger ist aber auch: "Lotti" hat keine Angst vor fremden Menschen. Falknerin und der neugierige Bürger gehen aufeinander zu. Das ist schön zu sehen, wenn Wildfremde auf einmal einen Bussard (oder auch "Kicki", den Habicht) auf dem Arm halten. Das nimmt die Scheu.

Neue Parkplätze zwischen Feuerwache und AJZ Bahndamm. 82 Stellplätze für Berufstätige sollen bis zum Sommer 2018 entstehen. Das hört sich im Moment gut an. Fast 300.000 Euro könnte diese Aktion kosten. Doch so richtig glücklich macht diese Notlösung, von der Stadt selbst als "Parkplatz-Fracking" bezeichnet, nicht. Es fehlt das Konzept. Denn es gibt keine Lösung für die Tafel. Und reichen diese 82 Parkplätze? Auf dem neuen Loches-Platz entstehen nur 190 Stellplätze. Viel weniger als bei der Präsentation vorgestellt.

Die Wermelskirchener haben sich an den großen Loches-Platz und das kostenfreie Angebot gewöhnt, auch wenn viele fußfaul sind und lieber auf Bürgersteigen parken. Nur: Es sollte überlegt werden, ob an der Dresslerschen Fabrik nicht eine Parkpalette gebaut werden kann. Damit hätte man Fläche satt. Denn eins ist klar: Die 190 neuen Parkplätze auf dem neuen Loches-Platz werden sicher nicht kostenfrei sein. Deshalb muss endlich die große Lösung her: Ein neuer Standort für die Tafel am Busbahnhof, und eine Park-Palette zwischen Feuerwache und AJZ. Das wär's!

Quelle: RP
 
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