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Wermelskirchen
Schlüsselübergabe in der Pestalozzischule

Wermelskirchen. Die langjährige Schulleiterin Heike Holzki wurde gestern verabschiedet. Sie bleibt Wermelskirchen mit ihrer Fachkompetenz erhalten. Von Walter Schubert

"There is no need to cry" lautete eine Textzeile im Lied der Schulband bei der Abschiedsfeier von Heike Holzki - es gibt keinen Grund zu weinen oder traurig zu sein. Die dienstälteste Schulleiterin in Wermelskirchen verlässt nach 17 Jahren die Pestalozzischule, bleibt aber als Inklusionsberaterin mit der Stadt Wermelskirchen verbunden. Doch wurde hier und da gestern Nachmittag ein Taschentuch benötigt.

Durch die Neugestaltung der Förderschullandschaft im Rheinisch-Bergischen Kreis wird das Kompetenzzentrum Pestalozzischule Teilstandort Nord der Verbundschule Mitte mit Hauptstandort Bergisch Gladbach. "Sie haben wirklich alles mitgemacht", sagte Bürgermeister Rainer Bleek in seiner Laudatio und erinnerte an die wechselhafte Geschichte der Schule. "Schließungen, Umzüge, Provisorien und Neubau mit vielen Problemen - vieles ist in ihrer Zeit passiert. Am Ende ist es eine hochwertige Schule geworden, die die Stadt schmückt", sagte Bleek, "und sie trägt Ihre Handschrift. Darauf können Sie stolz sein."

Mit alten Fotos und Textbeiträgen erinnerten die Schüler an die Entstehung und Entwicklung der Pestalozzischule. Bereits vor dem Krieg gab es eine sogenannte Hilfsschule in Wermelskirchen. 1949 bis 1952 war die Schule am Schwanen, bis 1977 in der Jahnstraße, bis 2005 in der Robert-Stolz-Straße, bis 2009 Am Vogelsang und seit 2009 am heutigen Standort. 2004 hieß es sogar "Abriss oder Neubau?" Die Schule hat überlebt, und maßgeblichen Einfluss hatte Schulleiterin Holzki.

Schulrat Christoph Lützenkirchen bezeichnete die Pestalozzischule als "Leuchtturmschule". Er erinnerte an die Qualitätsanalyse, in der die Arbeit der Schule beurteilt wurde. "Es ist das beste Ergebnis, was ich bisher gelesen habe", sagte Lützenkirchen.

Viele Schulleiter der Schulen aus Wermelskirchen, Burscheid und Leichlingen waren zur Verabschiedung gekommen. Vertreter der Verwaltung, der Elternvertreter, des Schulvereins und Schülervertreter überbrachten ihre Wünsche zum Abschied und für die neue Aufgabe. "Durch die neue Organisation verliert die Schule zwar ihre Eigenständigkeit, aber die Kompetenz bleibt", sagte Klaus Seeger, Vorsitzender des Schulausschusses. Die Stadt Wermelskirchen gibt die Trägerschaft an den Kreis ab. Schulleiter Michael Hoffmann vom Standort Bergisch Gladbach ist ab dem neuen Schuljahr auch Leiter der Pestalozzischule. Seine Stellvertreterin für Wermelskirchen wird die bisherige Konrektorin Ulrike Müller. Viel Dank und viele guten Wünsche erlebte Holzki am Freitagnachmittag.

"Erst einmal sacken lassen, dann in den Urlaub und dann mit viel Freude an die neue Aufgabe", so das Resultat der ehemaligen Schulleiterin. Die neue Aufgabe als Inklusionsfachberaterin besteht aus je einer halben Stelle in Bergisch Gladbach und an der Sekundarschule in Wermelskirchen. Da ist es nicht weit bis zu ihrer "alten" Schule.

Quelle: RP
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