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Wermelskirchen
Schock verflogen, Jecken wollen feiern

Wermelskirchen: Schock verflogen, Jecken wollen feiern
Beim Rosenmontagszug 2015 warf Prinz Daniel reichlich Kamelle, die Stimmung war bestens. Kurze Zeit später stürzte er vom Wagen und verletzte sich schwer. Die gute Nachricht: Er ist wieder vollständig genesen und wird als Mitglied der Altstadtgarde in diesem Jahr wieder beim Rosenmontagszug im Dorf dabei sein. FOTO: Moll (Archiv)
Wermelskirchen. Die Planungen für den 38. Rosenmontagszug am 8. Februar in Dabringhausen gehen in die heiße Phase. Anmeldungen sind noch möglich. Nach dem schweren Sturz des Prinzen im Vorjahr gibt es keine verschärften Sicherheitsauflagen. Von Stephan Singer

Von Stress oder schlaflosen Nächten kann keine Rede sein: Elke Fröhlingsdorf, die neue Zugleiterin des Rosenmontagszuges in Dabringhausen, wirkt entspannt, sie strahlt fröhlich. Weder der schwere Sturz des damaligen Prinzen Daniel beim "Zoch" 2015 aus vier Metern Höhe, noch die ausgesprochen kurze Session und damit verkürzte Vorbereitungszeit belasten die 39-jährige. "Ich bin in meinem Zeitplan. Bis jetzt hat alles prima geklappt. Wir haben im Schnitt immer 40 teilnehmende Gruppen - die bisher eingegangenen Anmeldungen machen bereits jetzt schon die Hälfte davon aus", sagt sie. Auch neue Teilnehmer seien mit von der Partie: So habe zum Beispiel der Marketingverein 'WiW' seine Teilnahme angekündigt.

Elke Fröhlingsdorf, die am 8. Februar ihre Premiere als Zugleiterin erlebt, hat in ihrer langjährigen Mitarbeit im Festausschuss bereits viel Erfahrung gesammelt. "Die kurze Session belastet eher die Gruppen und Wagenbauer, die unter Zeitdruck geraten. Letztlich gehen ja die Vorbereitungen immer erst nach dem Jahreswechsel los." Deshalb nimmt sie auch noch Anmeldungen für den Rosenmontagszug entgegen (siehe Info-Box).

Der Schock nach dem schweren Sturz des Prinzen im vergangenen Jahr steckte allen Mitgliedern des Festausschusses noch lange in den Knochen. Nun seien die Narren in Dabringhausen aber froh, dass Ex-Prinz Daniel nach seiner vollständigen Genesung als Mitglied der Altstadtgarde wieder aktiv am Karneval und natürlich auch am kommenden Rosenmontagszug teilnimmt. "Da es sich dabei um einen unglücklichen Zufall handelte und das auch von offizieller Seite bestätigt wurde, haben sich für uns keine schärferen Auflagen ergeben", erläutert Elke Fröhligsdorf.

Die Prunkwagen werden nach wie vor von einem Gutachter geprüft und abgenommen, die Betreiber verpflichten sich, danach keine Veränderungen mehr vorzunehmen. Bei der Zug-Aufstellung am Rosenmontagmorgen prüft das Ordnungsamt noch einmal die Papiere - "diese müssen zu 100 Prozent da sein", betont die Zugleiterin. Unterstützung bekommt sie bei der Aufstellung der Fuß- und Musikgruppen, Bagage-Wagen und in der Regel sieben Prunkwagen von Freiwilligen aus dem Dorf.

"Ich kann bei der Organisation auf die Arbeit meines Vorgängers Wolfgang Gockel zurückgreifen, ich muss das Rad nicht neu erfinden. Es gab einen runden Tisch mit Vertretern des Ordnungsamtes, des Betriebshofs, der Feuerwehr und der Polizei. So brauchte ich mich nicht bei jedem einzeln vorstellen. Alle sind sehr kooperativ", sagt Elke Fröhlingsdorf, die die einzige Veranstaltung des Festausschusses in diesem Jahr im Dorf leitet: "Alles andere mussten wir ja durch die Belegung der Mehrzweckhalle umorganisieren, aber ,mein' Zug bleibt im Dorf!"

Mit Blick auf Rosenmontag denkt sie erst einmal nicht ans Feiern: "Das ist nicht meine Aufgabe. Ich bin Mädchen für alles." Sie hofft, dass das Publikum mit der Reihenfolge der Gruppen und Wagen, die sie festlegt, zufrieden sein wird und dass der knapp zweistündige Zug ohne größeres Stocken abläuft.

Quelle: RP
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