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Wermelskirchen
Schon mehr als 6000 Briefwahlanträge

Wermelskirchen: Schon mehr als 6000 Briefwahlanträge
Diese zwei Stimmzettel finden die Wermelskirchener Wähler vor. Zwei Stimmen können sie für die Bundestagswahl abgeben, eine für die Landratswahl. FOTO: Teifel
Wermelskirchen. Rund 27.220 Wermelskirchener dürfen bei der Bundestagswahl am 24. September wählen. Auf dem zweiten Stimmzettel geht's dann um die Wahl des neuen Landrates. Es zeichnet sich ein Rekord bei der Briefwahl an. Von Udo Teifel

Immer mehr Wermelskirchener ziehen es anscheinend vor, in aller Ruhe vor dem 24. September zu Hause ihre Stimmzettel für Bundestagswahl und Landratswahl auszufüllen. 6131 wahlberechtigte Männer und Frauen hatten bis gestern Briefwahl für die Bundestagswahl beantragt und damit die Zahl der Briefwähler aus 2013 deutlich übertroffen: 5646 nutzten damals die Briefwahl. Bei der parallel stattfindenden Landratswahl am 24. September im Rheinisch-Bergischen Kreis zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung bei der Briefwahl ab: 2011 wählten 1328 Wermelskirchener auf diesem Weg, bisher haben 5998 die Unterlagen für die Wahl in einer Woche beantragt.

Wie viele Wahlberechtigte gibt es? Bei der Bundestagswahl dürfen 27.220 Bürger wählen; davon sind 14.185 weibliche und 13.035 männliche Wahlberechtigte. 1315 Erstwähler haben eine Wahlbenachrichtigung bekommen. Bei der Landratswahl sind es mehr Wahlberechtigte: 29.328, davon sind 15.137 weiblich und 14.191 männlich. 2020 Erstwähler nennt das Wahlamt der Stadt. Der Anteil der Wahlberechtigten über 65 Jahre beträgt bei der Bundestagswahl 7861 Personen, bei der Landratswahl 8117.

Warum diese unterschiedlichen Zahlen? Bei der Bundestagswahl dürfen nur Deutsche ab 18 Jahren wählen, bei der Landratswahl auch EU-Bürger und Jugendliche ab 16 Jahren. Unter den Wahlberechtigten sind 1423 EU-Bürger.

Wahlbenachrichtigung bis heute nicht erhalten - was tun? Die Wahlberechtigten haben bis zum 3. September ihre Wahlbenachrichtigungen erhalten. Wahlscheine können von eingetragenen Wahlberechtigten bis zum zweiten Tag vor der Wahl, dem 22. September, im Bürgerbüro der Stadtverwaltung beantragt werden. Im Falle einer nachweislich plötzlichen Erkrankung ist dies sogar bis zum Wahltag, 15 Uhr, möglich. Versichert ein Wahlberechtigter glaubhaft, dass der beantragte Wahlschein nicht zugegangen ist, kann ihm bis zum Tag vor der Wahl, 12 Uhr, ein neuer Wahlschein erteilt werden.

Was ist, wenn die Wahlbenachrichtigung verlegt wurde? Der Wähler kann auch nur mit seinem Personalausweis im Wahllokal wählen gehen. In den vorliegenden Wählerlisten prüft der Wahlvorstand, ob die Person wahlberechtigt ist oder ob bereits die Briefwahl beantragt wurde.

Wie werden die Wähler benachrichtigt, wenn es für die Landratswahl eine Stichwahl am 8. Oktober gibt? Die Wähler sollten die Wahlbenachrichtigung nicht im Wahllokal abgeben, sondern wieder mitnehmen. Briefwähler haben zudem die Möglichkeit, gleich anzukreuzen, ob sie unaufgefordert die Unterlagen für eine Stichwahl zugeschickt haben möchten.

Wie unterscheiden sich die Stimmzettel für den 24. September? Allein schon durch die Länge. Schließlich treten bei der Bundestagswahl 23 Parteien an. Bei der Landratswahl gibt es fünf Bewerber. Die Stimmzettel unterscheiden sich auch farblich: Der amtliche Stimmzettel für den Wahlkreis 100 ist weiß, der für die Landratswahl gelb.

Wer hilft bei kniffligen Fragen? Wer zum Beispiel umzieht und vergessen hat, sich in seiner alten Stadt aus dem Wahlverzeichnis austragen zu lassen und sich noch nicht ins neue Verzeichnis an seinem neuen Wohnort eingetragen hat, sollte sich ans Wahlbüro der Stadt (Tel. 710106) wenden. Es ist auch am Wahlsonntag erreichbar. Wähler sollten aber Fragen vorher klären.

Kann man auch heute schon wählen? Ja, und zwar gibt es ein Direktwahlbüro im Erdgeschoss des Rathauses. Gelbe Fußstapfen zeigen den Weg. Es ist an das Bürgerbüro angeschlossen und hat entsprechend die gleichen Öffnungszeiten. Oder kann man persönlich Briefwahl beantragen, aber auch in Wahlkabinen seine Kreuze machen und die Wahlbrief mit den jeweiligen Stimmzetteln in die bereitstehenden Urnen werfen.

Quelle: RP
 
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