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Entscheidung zwischen G8 und G9
Schulkonferenz tagt erst, wenn Gesetz vorliegt

Entscheidung zwischen G8 und G9: Schulkonferenz tagt erst, wenn Gesetz vorliegt
Schulleiterin Marita Bahr: "Uns ist wichtig, dem demokratischen Prozess nicht vorzugreifen" FOTO: Hertgen Nico
Wermelskirchen. Die Ankündigung der Landesregierung, ab dem Schuljahr 2019/2020 wieder G9 einzuführen, bringt die Schulleitung des städtischen Gymnasiums nicht aus der Ruhe. Von Udo Teifel

Schulleiterin Marita Bahr: "Das Ministerium hat einen Gesetzentwurf angekündigt. Erst auf Grundlage beschlossener Gesetze kann die Schulkonferenz eine abweichende Entscheidung treffen." Im Klartext: Bevor nicht beschlossen wurde, wie G9 für die Gymnasien künftig aussehen werde, werde nicht diskutiert. "Uns ist wichtig, diesem demokratischen Prozess nicht vorzugreifen", sagte Bahr.

Jetzige Positionierungen würden ohne ausreichende Sachgrundlage erfolgen und diese demokratischen Prozesse, die sich seit vielen Jahren an den Schulen NRW's, so auch am städtischen Gymnasium, bewährt hätten, außer Kraft setzen, formuliert die Schulleiterin. Wenn das Gesetz vorliege, könne in der Schulpflegschaft, im Schülerrat und der Lehrerkonferenz "sinnvoll diskutiert und ein Meinungsbild erhoben" werden. "Sollte darauf hin ein Antrag auf Verbleib von G8 an die Schulkonferenz gestellt werden, wird dieser beraten. Dann wird es zu einer Entscheidung kommen", erklärte sie. Bei dieser Entscheidung der Schulkonferenz dürfe die Schulleitung - wie auch sonst - nicht mit abstimmen.

Die Schulleitung werde bei allen Informationsveranstaltungen für die Eltern von Grundschülern des vierten Schuljahres über den aktuellen Sachstand über G9 umfassend informieren, kündigte sie an.

Da das Gesetz erst zu den Sommerferien 2018 verabschiedet werden solle, seien zu viele Fragen offen. So können Lehrer- und Elternverbände noch Änderungsvorschläge einbringen, berichtete Bahr. Zudem sei die Initiative "G9 jetzt" weiter aktiv; damit sei unklar, ob die Möglichkeit von Schulkonferenzen, sich für G8 zu entscheiden, überhaupt erhalten bleibe.

Offene Fragen gebe es auch zum Beispiel bei der zukünftigen Stundentafel, eine mögliche Veränderung der Fächer und anderes. Über einen möglicherweise erhöhten Raumbedarf könne laut Bahr erst ab 2026 gesprochen werden. "Das hängt von aktuellen Schülerzahlen und der Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte ab", nannte Bahr einige Gründe.

Quelle: RP
 
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