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Wermelskirchen
Seit zehn Jahren Treffpunkt für die Jugend

Wermelskirchen: Seit zehn Jahren Treffpunkt für die Jugend
Kräftemessen im Jugendcafé: Javad (l.) und Ibrahim duellieren sich am Billard-Tisch, während (hinten v.l.) Denis, Juca-Leiter André Frowein und Lunis den Kickertisch in Beschlag nehmen. FOTO: Michael Schütz
Wermelskirchen. Im Jugendcafé am Markt kommen täglich bis zu 70 junge Wermelskirchener zusammen. Mehr als 70 Helfer engagieren sich ehrenamtlich und sorgen für zahlreiche Angebote. Am 19. August gibt's eine Feier zum zehnjährigen Juca-Bestehen. Von Sebastian Radermacher

Wie schnell die Zeit vergeht: Das Jugendcafé (Juca) am Markt feiert sein zehnjähriges Bestehen. "Wir sind unendlich dankbar und staunen darüber, was Gott in dieser Zeit möglich gemacht hat. Mit dem Einsatz vieler Ehrenamtler durften wir den Weg bis hierhin gehen. Wir freuen uns auf weitere spannende Jahre", sagt Juca-Leiter André Frowein. Etwa 50 bis 70 Jugendliche aus Wermelskirchen treffen sich pro Tag im Juca. Sie unterhalten sich, spielen Billard, Tischkicker oder Gesellschaftsspiele. Die Altersspanne reicht von zwölf Jahren bis Mitte 20.

André Frowein ist der Mitarbeiter mit einer vollen Stelle, hinzukommen zwei 400-Euro-Kräfte und zahlreiche Ehrenamtler. Mehr als 70 freiwillige Helfer decken alle Bereiche ab. Einige besetzen die Schichten im Jugendcafé, andere führen Gespräche mit Jugendlichen, falls es Probleme gibt, wiederum andere organisieren das Frauencafé oder bieten Alphabetisierungskurse für Flüchtlinge an. Was Frowein besonders freut: Viele junge Leute, die früher als Gast im Juca waren, packen mittlerweile selbst mit an. Helfer müssen aus Arbeitsschutzgründen mindestens 16 Jahre alt sein. "Unsere älteste ehrenamtliche Helferin ist 65 Jahre alt - wir decken die gesamte Bandbreite ab", berichtet der Juca-Leiter stolz.

Im Jahr 2006 hatte alles mit einer Idee des damaligen Jugendreferenten Timo Pleuser von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Dabringhausen begonnen. Er wollte mit einigen Mitstreitern einen Treffpunkt zur Freizeitgestaltung für Jugendliche in Wermelskirchen ins Leben rufen. Dort sollte es Möglichkeiten für Gespräche, Spiele und Snacks geben. Mit viel Engagement und Herzblut gingen die Pioniere vor mehr als zehn Jahren ans Werk, sagt Frowein rückblickend. "Dass es den Treffpunkt am Markt heute noch gibt und er sich so weiterentwickeln konnte, sehen wir als Geschenk Gottes an", sagt er.

Das Juca, dessen Träger das Evangelisch-freikirchliche Sozialwerk ist, hat sich mittlerweile als feste Anlaufstelle für junge Leute etabliert. Unter dem christlichen Aspekt "Suchet der Stadt Bestes" wurden weitere Projekte und Ideen angestoßen. Aus den verschiedenen freikirchlichen Gemeinden in Wermelskirchen (christliche Versammlung Schillerstraße, GZD Dabringhausen, EFG Dhünn, "Treffpunkt Hoffnung" und Neuschäferhöhe) bildete sich ein Team, das seitdem mit weiteren treuen Förderern das Juca unter dem Schirm des Sozialwerks verantwortet. "Eine Kooperation, die bis heute Bestand hat und auch den verschiedenen Gemeinden gut tut", findet Frowein.

Neben dem Treffpunkt für Kinder im Jugendcafé kamen im Laufe der Zeit weitere Bereiche hinzu, etwa das Frauencafé im Vormittagsbereich, der Frauentreff am Abend oder auch der Treff für Motorradfahrer sowie ein Alphabetisierungskursus. Das gesamte Angebot ist noch viel umfangreicher, zählt Frowein auf: Es gibt Events wie die Live-Musik-Tour, die Hoffnungswoche in Kooperation mit der evangelischen Jugendallianz, die Kooperation mit dem Leseclub der Hauptschule, "Songwriting-Workshops" oder auch Aufräumaktionen mit den Jugendlichen in der Stadt. "Neben all diesen Veranstaltungen war und ist es dem Juca immer ein Anliegen, Menschen zu begegnen, ihnen respektvoll gegenüber zu treten und Andersartigkeit als Chance und nicht als Gefahr zu sehen", betont Frowein und fügt an: "Wir wollen Menschen Mut machen und sie fördern, Jugendliche auf ihrem Weg begleiten, helfen, gemeinsam Spaß zu haben und das Leben zu feiern."

Quelle: RP
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