| 00.00 Uhr
Wermelskirchen
Sekundarschule bereitet Sorgen
Wermelskirchen: Sekundarschule bereitet Sorgen
Die erste Eltern-Informationsveranstaltung gab es bereits im Dezember zur Vorplanung der Sekundarschule u.a. mit Achim Körbitz (v.l.), Andreas Voß, Herbert Schiffmann und Jürgen Graef. FOTO: Hans Dörner (Archiv)
Wermelskirchen. Eltern und Lehrer sollen umfassend über die neue Sekundarschule informiert werden. Das Beteiligungsverfahren unterliegt aber Ablaufvorschriften, die auch Sinn machen. Bauliche Fragen müssen noch geklärt werden. Von Gundhild Tillmanns

Die Planung der Sekundarschule ist für viele Eltern und Lehrer der große Aufreger zurzeit in der Stadt. "Wann werden wir Eltern informiert?" "Was kommt auf uns Lehrer zu?", fragen und sorgen sich die Betroffenen. "Eltern und Lehrer werden so früh wie möglich beteiligt", betont der für Schulen zuständige Abteilungsleiter Andreas Voß. Aber es gebe einen von der Bezirksregierung vorgeschriebenen Verfahrensablauf, an den Wermelskirchen gebunden sei, der aber auch Sinn mache.

"Es bringt nichts, die Eltern zu informieren, wenn man sich erst über das pädagogische Konzept im Klaren werden muss," sagt Voß. Denn erst nach den Entscheidungen im Schulausschuss, Hauptausschuss und dann noch am 19. März im Stadtrat sei das pädagogische Konzept spruchreif: "Wenn man mit mehreren Varianten an die Eltern herangegangen wäre, hätte man nur für Verwirrung gesorgt. Außerdem gibt es berechtigte Fragen der Eltern, die wir noch nicht beantworten konnten", weiß Voß.

Deshalb machten Elternabende, die auf jeden Fall in allen Grundschulen stattfinden sollen, nur dann Sinn, wenn auch die Raumfragen für die Sekundarschule endgültig geklärt seien, betont Voß. Denn jetzt sei das städtische Bauamt am Zuge, die Kosten für die notwendigen Umbauten in der jetzigen Hauptschule und der Dörpfeldschule zu ermitteln. Übrigens könne Wermelskirchen trotz seiner angespannten Haushaltslage keine Fördermittel für die Sekundarschule bekommen: "Es ist für uns aber ein Muss, unsere Schullandschaft neu zu ordnen. Denn wir müssen auch mit den Nachbarstädten Schritt halten, sonst wandern uns die Schüler ab", betont Voß.

Alle Betroffenen informieren

Elternabende in Grundschulen sowie weitere Informationsveranstaltungen werde es auf jeden Fall in dem Maße geben, dass sich wirklich alle Betroffenen umfassend über die Sekundarschule informieren könnten. Der Kontakt zum Lehrerkollegium der Haupt- und Realschule werde von Verwaltungsseite ohnehin gepflegt. Auch sei der Berater der Universität Bielefeld, Achim Körbitz, in einem regen Austausch mit diesen bald auslaufenden Schulen. Die Lehrer der jetzigen Hauptschule und Realschule werden sich seiner Einschätzung nach ab September 2013 bei der Bezirksregierung für die neue Sekundarschule bewerben können. Denn dann hoffe man, die Genehmigung für diese neue Schule erhalten zu haben. Die für die Anstellung an der Sekundarschule erforderliche Lehrerfortbildung werde aber nicht von der Stadt, sondern vom Land organisiert, berichtet Voß. Fragen wie Ausgestaltung der Fortbildung und Anforderungen an die Lehrer müsse daher die Landesregierung als Arbeitgeber der Lehrer beantworten.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung.
Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.


Melden Sie diesen Kommentar