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Wermelskirchen
Senioren sind im Netz unterwegs

Wermelskirchen. Internet und digitale Kommunikation werden auch für Senioren immer wichtiger. Auch die Senioren werden mittelfristig um die Benutzung von Smartphones nicht herumkommen. Mit diesem Fazit schloss der politische Frühschoppen am Sonntag im "Hause der Begegnung". Von Bernd Geisler

Moderator Hartmut Lürtzing hatte dazu eingeladen: Werner Allendorf ( Vorsitzender des Seniorenbeirates), Rainer Bleek (Bürgermeister), Manfred Illner (Leiter des Internetcafés im Haus der Begegnung) und Dankmar Stolz (Vorsitzender von WiW Marketing). Fast alle der zahlreich erschienen Besucher - "Silver-Surfer" nannte sie Werner Allendorf - benutzen zu Hause bereits einen PC oder ein Tablet. Dagegen nannten lediglich zwölf Personen ein Smartphone ihr eigen.

Die Probleme damit wurden im Laufe des Frühschoppens offenkundig: zu kleiner Bildschirm und zu komplizierte Bedienung. Alle, die die Möglichkeit haben, tummeln sich nahezu täglich im Internet. "Ein Leben ohne Internet kann ich mir nicht mehr vorstellen", sagte Allendorf. Es können jetzt bereits viele Angebote der Stadtverwaltung online benutzt werden, wie etwa Müllkalender oder Antragstellung, sagte der Bürgermeister. Aber mit der weiteren Entwicklung des Internets werde es auch immer weiteren Handlungsbedarf geben.

Als besonders lobenswert hoben alle Podiumsteilnehmer die Mängelliste hervor - hier können Bürger festgestellte Mängel direkt eingeben. Stolz regte auch eine "Lobes-Liste" unter allgemeinem Beifall an. Allendorf kündigte einen neuen Internetauftritt des Seniorenbeirates an, der übersichtlicher zu finden sein werde. Illner zeigte sich über den Besuch des Internetcafés zufrieden: Benutzt werden meistens E-Mail und Suchmaschinen.

Er warnte davor, zu Hause den PC als Administrator zu bedienen. Damit werden Computer-Schädlingen Tür und Tor geöffnet. Bleek zeigte sich beruhigt, dass der Aufbau schneller Breitbandverbindungen angegangen worden sei. Die Bezirksregierung plane, die ländliche Versorgungslöcher zu schließen.

Den zunehmenden Onlinehandel sieht WiW mit Sorge - dem örtlichen Einzelhandel laufen damit auf Dauer die Kunden weg. Online-Handel sei wichtig für "mobilitätseingeschränkte" Personen, sagte Stolz. Er ermunterte die Senioren, wenn möglich, sich in die Stadt zu begeben und dadurch soziale Kontakte zu nutzen. Bleek erachtet dafür auch den weiteren Ausbau des Bürgerbusverkehrs als notwendig.

Quelle: RP
 
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