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Wermelskirchen
Seit heute gilt nur noch die neue IBAN

SEPA-Regeln verpflichtend: Seit heute gilt nur noch die neue IBAN
FOTO: dpa, awa jhe lof
Wermelskirchen. Privatkunden von Banken und Sparkassen müssen sich ab sofort umstellen, denn seit heute sind die SEPA-Regeln auch für sie verpflichtend. Die Kreditinstitute in Wermelskirchen sehen aber keine größeren Probleme auf sich zukommen. Von Markus Plüm

Die Regeln des einheitlichen europäischen Wirtschaftsraums (SEPA) gelten seit heute auch für Privatkunden von Sparkassen und Banken. Die bislang nicht verpflichtenden IBAN-Nummern sind dann bei jeder Überweisung anzugeben, Kontonummer und Bankleitzahl entfallen dadurch. Was IBAN überhaupt ist, welche Besonderheiten zu beachten sind und welche Hilfestellungen die verschiedenen Kreditinstitute in Wermelskirchen anbieten, haben wir einmal zusammengefasst.

Was ist die IBAN?

IBAN steht für "International Bank Account Number", es ist also eine internationale Kontonummer. Sie besteht auch einer 22-stelligen Zahl, die sich aus einem Ländercode (in Deutschland DE), einer zweistelligen Prüfziffer sowie den altbekannten Bankleitzahlen und Kontonummer. Sind das weniger als 22 Stellen, wir mit Nullen aufgefüllt. 33 europäische Länder haben diese neue Nummer eingeführt.

Was gilt seit heute? Und warum?

Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften dürfen ab heute nur noch im IBAN-Format erfolgen. Alle Zahlungen, die in alter Form durchgeführt werden sollen, dürfen von den Kreditinstituten nicht mehr akzeptiert werden. Ursprünglich sollten die neuen Regeln bereits vor zwei Jahren eingeführt werden. Für Unternehmen und Vereine wurde SEPA am 1. August 2014 bereits zur Pflicht, Privatpersonen bekamen eine Schonfrist.

Erwarten die Banken Probleme?

Nach Aussagen der verschiedenen Kreditinstitute wird die Umstellung relativ reibungslos vonstattengehen. "Unsere Mitarbeiter werden kaum noch gefragt, was die IBAN eigentlich sei. Selbst unsere älteren Kunden haben sich daran gewöhnt", sagt Sarah Schaefer von der Stadtsparkasse Wermelskirchen. Im November seien nur noch rund 1900 alte Überweisungsträger eingegangen. "Das sind umgerechnet weniger als zehn Prozent unserer Kunden, die sich noch umstellen müssen. Wir erwarten keine größeren Probleme, eigentlich hat sich schon alles eingespielt."

Bei der Volksbank Remscheid-Solingen seien es im Dezember sogar nur noch rund zwei Prozent der Kunden gewesen, die ihre Zahlungsaufträge noch im alten Format eingereicht hätten, berichtet Pressesprecherin Kristina Hellwig. "Das sind in etwa 20 Überweisungen pro Tag. Eigentlich haben sich alle an die neuen Regeln gewöhnt, wir bekommen kaum noch Beschwerden über die Zahlenmonster."

Welche Hilfe bieten die Institute an?

Um den Umstieg zu erleichtern, wird Kunden der Stadtsparkasse Wermelskirchen beim Online-Banking und an den SB-Terminals unter die Arme gegriffen - alle alten Eingaben werden automatisch ins neue Format konvertiert. "Unsere Mitarbeiter sind auch angewiesen, keine alten Überweisungsträger mehr anzunehmen. Alle sind gut vorbereitet, daher können wir unseren Kunden im Einzelfall auch gezielt weiterhelfen, sollte es dennoch zu Problemen kommen."

Die Volksbank Remscheid-Solingen bietet auf ihrer Homepage Ausfüllhilfen an, an allen Automaten sind zudem Aufkleber mit deutlichen Hinweisen angebracht. "Bis gestern haben wir noch alte Überweisungsträger angenommen, ab sofort schreiben wir die Kunden an, dass die Überweisung nicht ausgeführt werden konnte - allerdings passiert auch das nur zwei Monate kostenlos", heißt es aus der Pressestelle der Volksbank.

Quelle: RP
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