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Heisser Draht
Sonderweg für Fußgänger an der Stettiner Straße

Wermelskirchen. Anwohner kritisiert fehlende Information, Raser in der Zone 30 und fordert Zebrastreifen. Von Udo Teifel

Wermelskirchen Seit vergangener Woche regelt ein weißer Strich die Trennung von Fußgänger- und Autoverkehr in der Stettiner Straße. "Wir haben einen Sonderweg für Fußgänger eingerichtet - deutlich sichtbar mit Piktogrammen und Verkehrszeichen", erläuterte Harald Drescher vom Tiefbauamt. Anwohner Sascha Burghoff indes kritisiert am Heißen Draht der Redaktion die Vorgehensweise. Er habe erst durch ein Knöllchen an seinem plötzlich falsch geparkten Auto festgestellt, dass es sich bei dem markierten Bereich wohl um einen Gehweg handele, "lediglich erkennbar an dem auf dem Boden aufgemalten Schild". Es gebe weder ein Straßenschild noch Informationen für Anwohner über diese Änderung. Zudem fehlen seiner Ansicht nach Zebrastreifen, die die Fußgänger über die Stettiner Straße - zum Beispiel zur Schule, zur Sporthalle oder zum Kinderspielplatz - führen. "Am Wochenende ist dann dieser Gehweg sowieso durch Sportler oder Zuschauer zugeparkt", schimpft er. Außerdem würde trotz Tempo-30-Zone zu schnell gefahren.

Dieser neue Weg sei nach vermehrten Hinweisen von Anwohnern angelegt worden, erläutert Drescher. "Autos haben direkt an der Grundstückskante der Mehrfamilienhäuser gestanden und die Zugänge zugeparkt. Kinder, Eltern mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollatoren oder Rollstuhl kamen nicht mehr aus ihren Eingängen, sie mussten über die Rasenflächen ausweichen, weil zu eng geparkt wurde." Jetzt können Fußgänger sicher die Grundstücke verlassen. "Ein Bürgersteig mit Bordsteinkante ist gewünscht, aber den wird es wohl in absehbarer Zeit nicht geben." Neben dem Streifen darf weiter geparkt werden. "Die Straße ist dafür breit genug", sagt er. Man habe die Anwohner auch nicht darüber informiert, weil durch die großen Piktogramme und auch Verkehrsschilder der Weg deutlich gemacht sei. Zebrastreifen oder andere Überquerungshilfen werde es nicht geben - "wir haben hier Zone 30. Da können Autos rechtzeitig halten." In keinem Wohngebiet mit Tempo 30 seien Zebrastreifen erforderlich.

Er nahm den Vorschlag des Anwohners Burghoff gern auf, die Geschwindigkeit zu überprüfen. "Wir haben Geräte für eine verdeckte Messung. Die werden wir einsetzen." Das Parkproblem an Wochenenden will er mit seinem Amtsleiter-Kollegen vom Ordnungsamt besprechen. Vielleicht sei es möglich, da mal zu kontrollieren.

Quelle: RP
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