| 16.37 Uhr

Wermelskirchen
Soziales Zentrum: Will Wermelskirchen zu viel?

Wermelskirchen. Ein soziales Zentrum mit angegliederter Skaterhalle zwischen AJZ Bahndamm und Feuerwehr rückt in immer weitere Ferne. Aldi wollte im Tausch eine neue Skaterhalle bauen, wenn der Discounter dafür das Areal am Bahnhof bekommt und sich dort von 600 auf 1000 Quadratmeter vergrößern könnte. Doch mittlerweile haben weitere Verbände Ansprüche angemeldet – und auch die vergaberechtlichen Probleme werden immer größer. Von Udo Teifel

Aldi braucht am Standort Bahnhof Platz. Für das Vergrößern müsste die Rollrausch-Halle weichen. Damaliger Vorschlag von Aldi: Wir bauen der Stadt eine neue Skaterhalle und integrieren auch die "Tafel". Auch die Zufahrt sollte neu über einen Kreisverkehr geregelt werden.

Hieß es dann im Herbst, dass es keine Genehmigung für die Erweiterung und den Kreisverkehr gebe, scheint sich die Sachlage verändert zu haben. Verkehrstechnisch gibt es keine Umbauprobleme, so gestern der Technische Beigeordnete Dr. André Benedict Prusa. Aber vergaberechtliche. Denn eine Halle könnte als Neubau gewertet werden, und dieser Auftrag müsste ausgeschrieben werden. "Wir sehen dies aber nicht als Neubau, sondern nur als ein Ausgleich, den Aldi schafft", so Prusa. Und da müssen die Rechnungsprüfer noch einiges klären.

Aldi, so ist bekannt, würde der Stadt am liebsten die Rollrausch-Halle mit dem Grundstück abkaufen – ohne weitere lästige Verpflichtungen. Darauf aber kann sich wohl die Stadt aufgrund der finanziellen Situation nicht einlassen – und hofft immer noch, dass Aldi baut. Idealerweise so groß, das neben den Skatern auch die "Tafel" und der "Mittagstisch" dort unterkommen. DLRG und Kleiderkammer, so heißt es, wollen inzwischen dort auch mit einziehen. Dr. Prusa: "Die Liste wird immer länger."

Vertreter von Aldi saßen gestern mit Dr. Prusa am Tisch. "Wir verhandeln weiter. Aldi wird beraten und entscheiden." Einen Zeitrahmen hat sich Prusa aber gesteckt: Vor dem Sommer muss es zu einer Entscheidung kommen.

Dass besonders für die "Tafel" eine Lösung gefunden werden muss, weiß der Beigeordnete: "In den Container zu investieren, macht keinen Sinn. Wenn wir mit diesem Projekt keine Lösung finden, muss eine andere Alternative her. So kann es jedenfalls nicht bleiben."

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wermelskirchen: Soziales Zentrum: Will Wermelskirchen zu viel?


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.