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Wermelskirchen
Spanien-Reisen werden teurer

Wermelskirchen. Statt in die Türkei fahren viele Wermelskirchener weiterhin nach Spanien.

Die politische Weltlage hat erheblichen Einfluss auf den Reisemarkt. Touristen reagieren sensibel auf kritische Entwicklungen. Insbesondere die türkischen Hotels spüren daher das Ausbleiben deutscher Reisender. Die Putschnacht und die Verhaftungen Tausender Beamter und Journalisten haben Touristen verunsichert. Wie die Reisebüros in Wermelskirchen beobachten, ist hauptsächlich Spanien der Ersatz der Wahl. "Spanien liegt ganz vorne, sowohl Festland als auch Balearen und Kanaren", weiß Carsten Gatzsche von der Reiswelt Kurbjuweit zu berichten.

Weil aber die Nachfrage nach spanischen Reisezielen immer größer wird, steigen auch die Preise dort. "Man sollte möglichst jetzt buchen", empfiehlt Dagmar Jauster von Silkes und Bernds Reiseecke. "Einige Häuser sind im Vergleich zum Vorjahr schon teurer geworden", sagt sie. Wer plane, im Sommer 2017 wieder an die Costa Brava, nach Mallorca oder Fuerteventura zu fahren, der sollte sich schon jetzt um Frühbucherrabatte bemühen.

Ein großer Trend fürs kommende Jahr sind aber auch Reisen in noch weiter entferntere Regionen. "Die Leute mögen ja All-Inclusive-Angebote", sagt Jauster. Diese seien in Spanien allerdings nicht sonderlich verbreitet. "Deshalb ist auch die Region um die Dominikanische Republik besonders gefragt", weiß Jauster. Auch Carsten Gatzsche sieht Fernreisen im Trend: "Überwiegend Asien und die Karibik sind sehr stark beliebt." Außerdem sei auch die Nachfrage nach Kreuzfahrten ungebrochen hoch. "Dieser Bereich wächst zweistellig", sagt Gatzsche. "Die Türkei hat mächtig verloren, aber auch die Nachbarn Ägypten, Tunesien oder Marokko", beobachtet er.

Die vermeintlich krisensicheren Ziele Griechenland und Spanien werden also teurer. Griechenland hatte zuletzt bei der Finanzkrise auch einen Einbruch bei den Touristenzahlen verbucht. "Die Verhaltenheit scheint vorbei zu sein", sagt Carsten Gatzsche. Wer Sicherheit will, muss wohl in Zukunft noch mehr dafür bezahlen.

(her)
 
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