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Wermelskirchen
Spatzenhof-Erweiterung bleibt Thema

Wermelskirchen. Die Stadtverwaltung weist die Kritik von Spatzenhof-Eigentümer Wolfgang Schmitz-Heinen über fehlende Unterstützung bei der Planung eines neuen Wellness-Hotels in Süppelbach zurück. "Wir begrüßen das Projekt und würden es gerne realisiert sehen. Wir haben aber von Beginn an klar gemacht, dass es dazu hohe Hürden zu überwinden gilt", sagte Florian Leßke, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, gestern Abend im Fachausschuss. In diesem Zusammenhang stellte er aber klar: "Wir werden den Investor weiterhin unterstützen."

Der Eigentümer hatte das Verhalten von Stadtverwaltung und Bezirksregierung Köln in dem Verfahren kritisiert. Seit dem Beschluss der Politiker, die das Projekt im Mai 2015 positiv bewertet hatten, sei nichts Zielführendes passiert. Der Vorwurf: Investoren würde nicht geholfen, sondern diese würden systematisch vergrault. Leßke betonte gestern, die Verwaltung setze sich dafür ein, dass Schmitz-Heinen seine Pläne in die Tat umsetzen könne. Dazu habe es viele Abstimmungsgespräche gegeben - das letzte Treffen mit dem Investor sei Ende Juli erfolgt. Dabei sei noch einmal deutlich gemacht worden, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit die Bezirksregierung, laut Leßke die "höchste Hürde", das Projekt mittrage.

Der Amtsleiter nannte etwa den Landschafts-, Arten- und Naturschutz oder auch den Denkmalschutz als Knackpunkte, die bei den Planungen beachtet werden müssen. Den größten Knackpunkt stelle aber die sogenannte Landesplanung dar, sprich das Bauen im Außenbereich. Denn Süppelbach zählt zum Außenbereich, "grundsätzlich ist dort keine weitere Bebauung vorgesehen", erläuterte Leßke. Bislang trage die Bezirksregierung das Projekt nicht mit, der Investor habe aber die Möglichkeit, seine Pläne noch einmal nachzubessern. "Beim Punkt ,Bauen im Außenbereich' ist die Aussicht auf Erfolg jedoch fraglich", verdeutlichte der Amtsleiter.

Die Politiker einigten sich darauf, im nichtöffentlich tagenden Arbeitskreis Stadtentwicklung das Thema noch einmal zu diskutieren, um womöglich gemeinsam (Investor, Verwaltung, Politik) Strategie und Zeitplan zu entwickeln, um das Projekt zu realisieren. Denn in einem Punkt waren sich alle einig: Ein solches Wellness-Hotel wäre eine Bereicherung für die Stadt.

(ser)
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