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Wermelskirchen
SPD fordert Handlungskonzept zum sozialen Wohnungsbau

Wermelskirchen. Die Stadtverwaltung soll ein wohnungspolitisches Handlungskonzept entwickeln, das dem lokalen Wohnungsmarkt und den Bedürfnissen von Bevölkerungsgruppen Rechnung trägt, die auf bezahlbaren Wohnraum im Sinne des sozialen Wohnungsbaus angewiesen sind. Diesen Antrag stellt die SPD-Fraktion für die nächste Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss am 7. Dezember (17 Uhr, Bürgerzentrum).

Dabei müssen, so fordern die Sozialdemokraten, sowohl demografische Entwicklungen als auch die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen berücksichtigt werden.

Die Begründung der SPD: Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum besteht nicht nur in Großstädten wie Köln, Berlin oder München. "Auch in Wermelskirchen fehlen Wohnungen, die für einkommensschwächere Menschen bezahlbar sind", meint Fraktionsvorsitzender Jochen Bilstein. Die Bedeutung solcher Angebote habe sich erst kürzlich gezeigt, als die Unternehmensgruppe Hoch3 barrierefreie Sozialwohnungen an der Thomas-Mann-Straße anbot. "Der Bau von ausschließlich hochpreisigen barrierefreien Eigentumswohnungen in der Innenstadt zeigen eine Disparität auf dem Wohnungsmarkt, zumindest in der erweiterten Innenstadt, dem es entgegenzusteuern gilt", meint die SPD. Bund und Länder hätten angesichts der Schwierigkeiten des sozialen Wohnungsbaus in Zeiten von Niedrigzinsen neue Modelle der staatlichen Förderung von Investitionen in dem Bereich entwickelt. Damit sollen neben Akteuren wie soziale Träger und Wohnungsbaugenossenschaften und -gesellschaften auch private Investoren angesprochen werden.

"In diesem Zusammenhang kann die Stadtverwaltung initiativ werden, um mit einem wohnungspolitischen Handlungskonzept - zum Beispiel weitere Quartiersentwicklungen oder Innenstadtverdichtung - und mit Finanzierungsmodellen Voraussetzungen für einen auf Wermelskirchen zugeschnittenen sozialen Wohnungsbau zu schaffen", heißt es in dem Antrag. Dabei müssen, so fordert die SPD, perspektivisch Aspekte der demografischen Entwicklung wie der Aufnahme von Flüchtlingen, die dauerhaft in Wermelskirchen leben werden, berücksichtigt werden.

(ser)
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