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Wermelskirchen
Spenden für Bildung werden dringend gebraucht

Wermelskirchen. Pastor Alexander Letz und Armin Hoppmann besuchten die Partner-Diözese in Tansania. Von Theresa Demski

Sie haben kein fließendes Wasser, die Kochstellen befinden sich im Hof und für eine Aubergine wird fast ein Wochenlohn fällig: Wenn Pastor Alexander Letz und Armin Hoppmann in Mwanza aus dem Flugzeug steigen, dann wirkt es auf sie manchmal so, als seien sie in einer anderen Welt. Aber Wermelskirchen und die Partnerdiözese in Geita trennen eigentlich nur rund 6500 Kilometer - etwas mehr als bis nach New York.

Seit 24 Jahren pflegen die Menschen der "African inland church" in Geita und der Evangelischen Kirchengemeinde in Wermelskirchen ihre Freundschaft, und regelmäßig besuchen sich Vertreter der Gemeinden gegenseitig. Rund 20 Stunden Flugzeit hatten Alexander Letz und Armin Hoppmann hinter sich gebracht, als sie Ende Juli am Flughafen in Mwanza in den Jeep stiegen und sich auf den Weg Richtung Geita machten. Für 125 Kilometer brauchten sie mehr als drei Stunden - auch wegen des Victoriasees, der zwischen ihnen und ihrem Ziel lag.

In Geita angekommen erwartete sie wie jeher große Gastfreundschaft und Herzlichkeit. Davon berichtete Pastor Letz am vergangenen Samstag vor Zuhörern im Evangelischen Altenzentrum "Haus Vogelsang."

Drei Wochen lang brachten sich die Gäste aus Deutschland bei den Partnern aus Tansania auf den neuesten Stand. Für den Bischof der Diözese Geita, der sich auf Reisen befand, sprang der Generalsekretär als Gastgeber ein. Besonderes Interesse brachten Alexander Letz und Armin Hoppmann für das Waisenhaus mit, das mit Unterstützung aus Wermelskirchen betrieben wird. 18 Patenschaften für verwaiste Kinder gibt es aktuell. Der Bedarf ist noch höher, deswegen baut die Diözese in Geita an. In diesen Monaten entsteht der Neubau, in dem künftig mehr als 20 Kinder Platz finden könnten. "Und wir wünschen uns, dass die Jungen und Mädchen dann auch die Möglichkeit bekommen, in die Privatschule der Gemeinde gehen zu können", sagt Alexander Letz und wirbt um Spenden. 360 Euro kosten die Schulgebühren pro Kind im Jahr. Die Wermelskirchener befinden sich in Gesprächen, um das Schulgeld für Waisenkinder zu reduzieren. Bildung sei die große Chance für die jungen Menschen in der Diözese.

Der Pastor berichtete auch von gemeinsamen Gottesdiensten, Gebetsstunden und wertvollen Begegnungen in vielen verschiedenen Gemeinden der Diözese, die die Gäste besuchten. "Anstatt zu schrumpfen, wachsen die Gemeinden in Tansania", erzählte Letz. Die Kirchen würden zu klein, deswegen gebe es allerorts Neubauten. "Manchmal fehlt noch das Dach, weil die Gemeinden nicht genug Geld zusammen haben", erzählte Letz. Hunderte Menschen in vollen Kirchen würden dann gemeinsam Gottesdienst feiern - und das verbinde.

Quelle: RP
 
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