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Heisser Draht
Splitt und Staub auf sanierten Straßen

Heisser Draht: Splitt und Staub auf sanierten Straßen
Eine ebene Fahrbahnoberfläche sieht anders aus: Die Kreisstraße 8 im Bereich Büschhausen wurde mit einer Teerschicht und darauf gestreutem Splitt ausgebessert. FOTO: J. Moll
Wermelskirchen. Der Rheinisch-Bergische Kreis hat auf vier Straßen in Wermelskirchen die Fahrbahnoberfläche erneuert. Anwohner sind verärgert, denn dabei blieb viel Splitt liegen, der sich nicht mit der Fahrbahn verbindet. Dieser wird nun zusammengekehrt. Von Sebastian Radermacher

Wermelskirchen Christine Engels kann nur noch den Kopf schütteln, wenn sie sich die Fahrbahn der Kreisstraße 8 im Bereich Büschhausen ansieht. Der Rheinisch-Bergische Kreis hat dort vor kurzem die Fahrbahnoberfläche erneuert - mit einem speziellen Verfahren, bei dem eine große Menge Splitt auf der Straße verteilt wird, der sich mit der Fahrbahn verbinden soll. Für die Anwohnerin hat diese Sanierung nichts gebracht außer jeder Menge Split, Staub und Dreck. "Das ist nur ein optischer Anstrich. Die Löcher und Unebenheiten sind bereits wieder da", kritisiert Engels am "Heißen Draht" unserer Redaktion. Die Kreisstraße 8 im Bereich von Hünger bis Unterwinkelhausen war dringend sanierungsbedürftig - "die Straße musste erneuert werden, aber so macht das keinen Sinn", meint die Anwohnerin und fragt: "Hat der Kreis zu viel Geld?

Die Kreisverwaltung verteidigt das Verfahren zur Sanierung der Fahrbahn. Auf der K 8, der K 19 (Kenkhauser Straße), der K 12 (Rattenburg) und der K 22 (Buchholzen bis Durholzen) wurden Risse in der Fahrbahnoberfläche durch sogenanntes Splitten beseitigt. Dabei wurde zunächst Bitumen, eine teerartige Masse, aufgespritzt. In einem zweiten Schritt wurde dann zum Schutz der Teerschicht Splitt gestreut, der sich mit der Oberfläche verbindet. Da sich der Splitt aber nicht komplett auf der Fahrbahn festsetzt, hatte der Kreis bereits angekündigt, dass für knapp drei Wochen mit losen Steinchen auf der Straße zu rechnen sein werde. Autofahrer sollten in dieser Zeit die Geschwindigkeit reduzieren. Hinweisschilder weisen darauf hin, auf der Kenkhauser Straße gilt aktuell zum Beispiel Tempo 30 statt 50.

Laut Aussage der Pressestelle der Kreisverwaltung sei die Sanierung der Kreisstraßen ohne Probleme verlaufen. "Es wird immer mehr Splitt als nötig gestreut und dann eingewalzt", sagt Sprecherin Hannah Weisgerber. Es könne allerdings sein, dass durch große Fahrzeuge der Splitt, der sich noch nicht mit der Teerschicht verbunden hat, "zusammengeschoben" werde. Weisgerber: "Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass es erneut Löcher und Mulden gibt." Dies liege aber ausschließlich an dem überflüssigen Splitt, die Risse in der Fahrbahn seien definitiv entfernt worden, stellt die Kreissprecherin klar. Um die Staubbelastung zu minimieren, werde in den nächsten Tagen auf der K 8 und auch auf der Kenkhauser Straße eine Maschine den überflüssigen Splitt zusammenkehren. Laut Weisgerber soll dies bis spätestens Anfang der kommenden Woche erfolgt sein.

Quelle: RP
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