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Wermelskirchen
Stadt bald im DOC mit Büro präsent

Wermelskirchen. Städte aus dem Umland wollen im Outlet-Center für ihren Tourismus werben.

Die Stadt Wermelskirchen denkt darüber nach, im künftigen Outlet-Center in Remscheid-Lennep gemeinsam mit den Städten Remscheid, Radevormwald und Hückeswagen ein Büro zu nutzen, um die touristischen Vorzüge der Region zu präsentieren. "Rhein-Berg und Oberberg haben touristisch etwas zu bieten", sagte gestern Bürgermeister Rainer Bleek. "Es gibt gute Angebote für den Tages-, aber auch Wochenendtourismus. Wir müssen unsere Angebote nur stärker bekanntmachen. Und da bietet sich so ein Büro in einem Outlet-Center an."

Die vier Bürgermeister hatten im Herbst vereinbart, sich regelmäßig zu treffen, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erörtern. "Dabei wurde auch dieses Thema andiskutiert", sagte Bleek. Es gebe noch keine Einzelheiten. "Wir haben inzwischen viele touristische Angebote: Radtrassen, Wanderwege, barrierefreies Wandern, aqualon." In der Region hängen 8100 Arbeitsplätze am Tourismus, in Remscheid werden 60 Millionen Euro Bruttoumsatz allein mit Tourismus erzielt. Das Geld bringen jährlich rund 2,8 Millionen Besucher allein in die Werkzeugstadt.

Bleek rechnet nicht damit, dass durch das geplante DOC für Wermelskirchen Kaufkraft abfällt, es soll aber auch nicht das Gegenteil eintreten. "Die vorliegenden Gutachten sagen, dass das DOC keinen großen Einfluss auf unsere Stadt nehmen werde." Letztlich müsse Wermelskirchen alles tun, damit die Innenstadt attraktiv bleibe - "wir müssen Leerstände vermeiden", meint der Bürgermeister.

Bleek ist der Ansicht, dass der Trend auch eher hingehe zu mehr Individualität. "In Großstädten finden sie doch überall die gleichen Modeketten - das gilt auch für die Outlets. Und da liegt die Chance für die kleineren Städte im Umland der Outlet-Center - also auch für Wermelskirchen."

Nächster Gastgeber der Runde ist Rainer Bleek am 23. März.

(tei.-/bona)
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