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Wermelskirchen
Stadt ermittelt Kosten für ein mobiles Bürgerbüro

Wermelskirchen. Die Politik hat die Stadtverwaltung beauftragt, die Kosten für ein mobiles Bürgerbüro in Dabringhausen und Dhünn zu ermitteln. Der Beschluss im Haupt- und Finanzausschuss war einstimmig, lediglich Andreas Müßener (Alfa) enthielt sich. Beigeordneter Jürgen Graef bestätigte Gespräche mit der Stadtsparkasse, ob Räumlichkeiten in den Zweigstellen für ein solches Angebot genutzt werden könnten. "Für Dabringhausen könnte es eine Option sein. Für Dhünn schließt dies die Sparkasse aus, weil die Räumlichkeiten es nicht hergeben", sagte Graef. Fakt sei, dass für ein mobiles Bürgerbüro zusätzliches Personal benötigt würde. Aktuell habe Priorität, im Bürgerbüro im Rathaus den Service weiter zu verbessern. In einem ersten Schritt wurden die Öffnungszeiten erweitert, nun ist das Bürgerbüro auch an zwei Nachmittagen geöffnet. Ziel der Stadt ist, dass ab Sommer auch der Samstag wieder als Öffnungstag zur Verfügung stehen wird.

Kämmerer Bernd Hibst stellte klar, dass der zusätzliche Service keine Mehrkosten verursachen darf. Der mobile Service in Dabringhausen und Dhünn müsste durch Umschichtungen innerhalb des Bürgerbüros ermöglicht werden.

Christian Klicki (CDU) meinte, dass ein solcher Service von den Bürger gut angenommen würde. "Ein städtischer Mitarbeiter mit einem EDV-Koffer ein- bis zweimal im Monat in Dhünn und Dabringhausen - das muss doch zu schaffen sein", meinte er und fügte an: "Wir möchten eine seriöse Kostenermittlung, um entscheiden zu können, ob dieses Projekt wirtschaftlich ist." Manfred Schmitz-Mohr (Bürgerforum) kritisierte den Antrag von CDU und Grüne. "Das schmeißt unser Haushaltssicherungskonzept auseinander. Die Büros wurden damals geschlossen, weil sie viel zu wenig genutzt wurden. Die Bürger müssen sich leider darauf einstellen, dass Komfortangebote wegfallen", sagte er.

Jochen Bilstein (SPD) betonte, dass ein Bürgerbüro definitiv kein Komfortangebot sei. "Das ist eine ureigene Aufgabe der Stadt", sagte er. Die Frage sei, ob sich die Stadt mobile Anlaufstellen leisten könne. Für Bilstein habe das Bürgerbüro im Rathaus zurzeit Priorität. Man könne aber prüfen, ob es darüber hinaus noch Möglichkeiten für Dhünn und Dabringhausen gebe. Dieser Meinung schloss sich Jürgen Manderla (FDP) an. Auch Gisela Grangeret (Grüne) sprach sich für einen solchen mobilen Service für die Bürger aus. "In Dabringhausen und Dhünn leben immerhin 10.000 Einwohner."

Die Stadtverwaltung wird nun bis zur nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 7. März die zu erwartenden Kosten für ein mobiles Bürgerbüro auflisten.

(ser)
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