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Wermelskirchen
Stadt: Investor soll das "Katt-Quartier" entwickeln

Wermelskirchen. Die Stadtverwaltung hält an ihrem Konzept für die Entwicklung eines "Katt-Quartiers" an der Jörgensgasse fest, auch wenn sie keine Fördermittel des Landes NRW zur Umsetzung erhält.

"Wir stehen in Kontakt mit mehr als zehn Investoren, die grundsätzliches Interesse an dem Projekt signalisiert haben", teilt der Technische Beigeordnete Dr. André Benedict Prusa auf Anfrage unserer Redaktion mit. "Unser Ziel ist weiterhin, ein Projekt mit Wohnbebauung, Turnhalle und Kindergarten umzusetzen", fügt er hinzu.

Zum Hintergrund: Die Verwaltung hatte sich mit dem "Katt-Quartier" an dem landesweiten Sonderprogramm "Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen" beworben. Es ging um Fördergelder in Höhe von drei Millionen Euro, die zur Realisierung des Integrationsprojektes genutzt werden sollten. Das Ministerium berücksichtigte Wermelskirchen allerdings nicht bei der Verteilung der Mittel. Im Rathaus herrschte zunächst Enttäuschung, dann ging der Blick allerdings nach vorne. Das Ziel war schnell klar: Die Pläne sollen nicht wieder in der Schublade verschwinden, sondern auf andere Weise umgesetzt werden.

Auf dem städtischen Grundstück an der Jörgensgasse sollen eine neue Sportstätte, eine neue Kita und ein Quartierszentrum für den sozialen Austausch von Flüchtlingen, Senioren, Familien und behinderten Menschen errichtet werden. Die Gesamtkosten hatte die Stadtverwaltung mit etwa 4,3 Millionen Euro kalkuliert. Laut Prusa haben die Investoren nun zwei Wochen Zeit, um der Verwaltung mitzuteilen, ob sie ihr Interesse an dem Projekt überhaupt aufrechterhalten. Erfahrungsgemäß bleibe etwa die Hälfte der Investoren an Bord. Diese erhalten dann weitere sechs Wochen Zeit, um ihre Entwürfe auszuarbeiten und ihr Vorhaben zu konkretisieren. Prusa geht davon aus, dass Mitte bis Ende August Details zur weiteren Vorgehensweise genannt werden können. Nach der Sommerpause soll die Politik über den Sachstand informiert werden.

"Es sind viele Details zu klären, zu den Grundstücksflächen, zum Kaufpreis oder zu Mietverträgen", sagt der Technische Beigeordnete. "Wir möchten das Projekt auch ohne Fördermittel des Landes umsetzen. Wir hoffen, dass es erfolgreich sein wird."

Die Stadtverwaltung halte zwar an ihrem Konzept fest, in der Umsetzung gebe es aber noch etwas Spielraum für den Investor, so dass sich womöglich noch kleinere Änderungen zu den Plänen ergeben könnten. Eine Voraussetzung muss der Investor aber erfüllen: "Die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen im ,Katt-Quartier' muss einbezogen werden", stellt Prusa klar.

(ser)
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