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Wermelskirchen
Stadt ist jetzt Mitglied der Forstbetriebsgemeinschaft

Wermelskirchen. Stadt und private Waldbesitzer bewirtschaften die Wälder nun zusammen - eine Fläche von 1600 Hektar.

Zu Beginn dieses Jahres ist die Stadt Wermelskirchen in die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) eingetreten. Das teilte deren Vorstand auf der Mitgliederversammlung mit. "Wir wollen durch die Verknüpfung von privaten und kommunalen Flächen Synergie-Effekte nutzen", erläuterte der Vorsitzende Robert Schmitz. Denn durch den Zusammenschluss werde die Bewirtschaftung der Wälder deutlich effizienter. "Beide Parteien mussten vorher ihre Splitterflächen selbst bewirtschaften. Jetzt können wir unsere Maßnahmen gemeinsam planen", sagte die zuständige Försterin Kristina Kalmbach.

Solche Maßnahmen sind etwa die Sanierungen von Forstwegen, die Instandhaltung und Pflege sowie die Ernte von Bäumen. Was zuvor aufgrund der verschachtelten Lage der Flächen schwierig war, wird jetzt vereinfacht. "Außerdem können wir beim gemeinsamen Holzverkauf mit einer deutlich größeren Menge an den Markt treten", sagte Kalmbach. Denn zu den bisherigen rund 1000 Hektar der FBG kommen nun zusätzliche 632 Hektar städtischer Wald. Da Vorstandsmitglied Michael Sachser aus persönlichen Gründen zurückgetreten war, wurde dieser Posten somit der Stadt angeboten. Tiefbauamtsleiter Harald Drescher übernimmt die Funktion. "Ab jetzt können wir die Probleme mit den anderen Waldbesitzern gemeinsam angehen", sagte Drescher.

Die knapp 70 anwesenden Mitglieder sprachen auch über die neue Schutzverordnung an der Sengbach-Talsperre. Dieses neue Konzept verlangt bei jeder Maßnahme eine neue Genehmigung. "Die Waldbauern halten sich aber sowieso schon an Zertifizierungen und den Landschaftsplan. Das ist unnötige Bürokratie", meinte Kalmbach. Deshalb stellt die FBG einen Antrag an das Regierungspräsidium, um eine praktikablere Lösung zu finden. Auf der Tagesordnung stand außerdem ein Fachvortrag zum Thema PEFC-Zertifizierungen - Cornelia Schulz sprach über die Sicherstellung und Vermarktung nachhaltiger Waldbewirtschaftung.

Darüber hinaus teilte Försterin Kalmbach mit, dass im vergangenen Jahr 3200 Festmeter Holz geerntet wurden. Der momentane Bestand bestehe zu 64 Prozent aus Laubholz, der Rest sei Nadelholz. Die Voraussetzungen für die Bäume seien derzeit aber nicht ideal. Denn der pH-Wert des Bodens sei an vielen Stellen zu niedrig. Zur Verbesserung sollen im Herbst dieses Jahres Waldkalkungen, zum Beispiel im Bereich Wüstenhof, erfolgen.

(kron)
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