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Wermelskirchen
Stadt lässt den genauen Bedarf für das Bad ermitteln

Die Stadtverwaltung hat die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen beauftragt, ein erweitertes Konzept für die Nutzung des Wermelskirchener Hallenbades zu erarbeiten. Das teilt der Beigeordnete Jürgen Graef auf Anfrage unserer Redaktion mit.

"Die Gesellschaft hat von uns den Auftrag bekommen, den genauen Bedarf für das Hallenbad festzustellen", sagt er. Bis die Ergebnisse der Analyse vorliegen, werde es allerdings noch einige Zeit dauern. Das bedeutet, es wird auch noch einige Zeit dauern, bis eine Entscheidung fallen wird, wie es mit dem Hallenbad am Quellenweg weitergehen soll.

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen soll den politischen Fachgremien diverse Varianten ausarbeiten - für einen Neubau und Umbau des Bades. Zurzeit müssen aber erst noch reichlich Daten zusammengestellt werden, etwa welche Fläche die verschiedenen Nutzergruppen benötigen oder zu welchen Zeiten wie viele Nutzer im Hallenbad zu erwarten sind. "Erst dann kann man sich auf Mindeststandards festlegen", hatte zuletzt bereits Andreas Voß von der Stadtverwaltung mitgeteilt. Denn vor allem das Raumprogramm hat auch Auswirkungen auf den (Bau-)Preis.

Und der finanzielle Rahmen ist ja bekanntlich der Knackpunkt für die Hallenbad-Pläne. "Der Kämmerer weist zurecht darauf hin, dass die Kommunalaufsicht unser Haushaltssicherungskonzept mit Argusaugen beobachtet. Wir müssen gucken, was wir uns im HSK überhaupt leisten können", sagt Graef.

Die Stadtverwaltung hatte bereits in der Vergangenheit Kontakt zu den verschiedenen Nutzergruppen aufgenommen, um allgemein zu erfragen, wie sie sich ein neues Hallenbad vorstellen könnten und was sie benötigten. Die jetzige Analyse gehe aber weiter in die Tiefe. Befragt werden laut Graef vor allem Vereine und Schulen. Sie sollen mitteilen, was sie genau benötigen und wie sie das Hallenbad nutzen. Dies soll letztlich zu einem eindeutigen Ergebnis führen, wie das Wermelskirchener Quellenbad aussehen muss, um den Bedarf der verschiedenen Nutzergruppen tatsächlich zu decken. "Erst dann steht fest, ob die Pläne der Verwaltung angemessen sind oder nicht", sagt Graef.

Bis zum Herbst sollen die Ergebnisse der aktuellen Befragung vorliegen und mit dem Konzept der Stadt aus fachlicher Sicht abgeglichen werden, kündigt er an. Wahrscheinlich frühestens im Oktober werde das Thema dann im nichtöffentlich tagenden Arbeitskreis Bäder mit Vertretern der politischen Fraktionen diskutiert.

(ser)
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