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Wermelskirchen
Stadt: Nur wenig Leerstand in der City

Wermelskirchen: Stadt: Nur wenig Leerstand in der City
Trostlos - diesen Eindruck vermittelt die Telegrafenpassage. Sie wurde von einem Wermelskirchener Investor gekauft - der will in den nächsten Wochen mitteilen, was mit der Ladenpassage passiert. FOTO: Peter Meuter
Wermelskirchen. Die Verwaltung bestätigt, dass es immer wieder zwar Leerstände und Fluktuationen gebe. Sie sieht aber kein Leerstands-Problem. Bei Anfragen von Mietern und Inseraten von Vermietern versucht die Stadt, als Vermittler zu helfen. Von Sebastian Radermacher

Geschäfte, Büros, Wohnungen - das Thema Leerstand betrifft unterschiedliche Bereiche. Die Stadtverwaltung ist insgesamt zufrieden mit der aktuellen Situation. "Es gibt zwar vereinzelte Leerstände und eine gewisse Fluktuation, insgesamt funktioniert die Innenstadt aber offensichtlich gut und wird nachgefragt", sagt Florian Leßke, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, auf Anfrage unserer Redaktion.

Zum Bereich Geschäftsleerstände sagt er, dass bis auf einige Problemfälle mit jeweils eigenen Schwierigkeiten keine größeren Leerstände bestehen. Ein bekanntes Leerstandsproblem herrsche aktuell noch etwa in der Telegrafenpassage. Erfreulich: Ein Investor aus Wermelskirchen hat die Passage gekauft und möchte sie so schnell wie möglich mit mehr Leben füllen. Details will der Investor in den nächsten Wochen bekanntgeben.

Darüber hinaus gibt es laut Leßke einzelne Leerstände in der Innenstadt. Aber: "Es gibt kein flächendeckendes Problem, da die meisten Objekte über kurz oder lang immer wieder vermietet werden", betont er. Auch an der Eich - vom Kreisel an der Jörgensgasse bis hinunter zum Schwanen - seien die Ladenlokale weitgehend belegt.

Pauschale Aussagen, warum einige Ladenlokale in der Innenstadt leerstehen und teilweise auch über Jahre ohne Mieter bleiben, will Leßke nicht machen. "Für einzelne Leerstände gibt es aber Gründe. In vielen Fällen sind die Lage und die Größe der Objekte ausschlaggebend." Eine Top-Lage im Stadtzentrum - etwa im Dreieck Telegrafenstraße/ Kölner Straße/Obere Remscheider Straße - locke natürlich entsprechend viel Laufkundschaft an. Gleichwohl seien auch Objekte zum Beispiel an der unteren Eich wieder vermietet worden, obwohl die Lage für die Laufkundschaft nicht optimal ist. Leßke beobachtet in diesem Bereich auch einen Wandel, es seien dort vermehrt Geschäfte anzutreffen, die auf gezielte Einkäufe setzen statt auf bummelnde Laufkunden.

Es sei Fakt, dass es im Stadtzentrum auch in Zukunft immer wieder Leerstände und Fluktuationen geben werde. Leßke betont, dass die Stadtverwaltung immer versuche, bei entsprechenden Mieteranfragen oder Inseraten von Vermietern zu vermitteln.

In der Innenstadt befinden sich in den Obergeschossen der Gebäude meist Wohnungen, Büros und Praxisräume. "Hier gibt es im Bereich der gewerblichen Nutzung natürlich eine gewisse Fluktuation, die zeitweise zu Leerständen führt", gibt Leßke zu. Im Gegenzug erhält die Stadt aber immer wieder Anfragen nach Flächen. "Diese leiten wir an die Eigentümer weiter, sollten die Anforderungen übereinstimmen." Leßke stellt klar: "Eine große Leerstandsproblematik gibt es auch hier nicht." Zur Situation auf dem Wohnungsmarkt hat die Stadtverwaltung kaum Erkenntnisse, da einzelne Leerstände nicht stark auffallen und im Rathaus auch nicht gemeldet werden. Oft würden Wohnungen direkt oder mit etwas Zeitverzug wieder vermietet, ohne dass die Stadtverwaltung überhaupt davon erfahre.

"Der optische Eindruck ist aber, dass es auch hier keine nennenswerten Leerstände gibt", sagt der Amtsleiter. Diese Annahme bestätige sich beim Blick in die Vermietungsportale im Internet - "dort gibt es kaum Angebote für die Wermelskirchener Innenstadt".

Quelle: RP
 
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