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Wermelskirchen
Stadt plant Doppelhaushalt 2017/18

Wermelskirchen. Die Stadtverwaltung Wermelskirchen plant für die Haushaltsjahre 2017/2018 einen Doppelhaushalt. Das wurde jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr bekannt. Stadtkämmerer Bernd Hibst bestätigte dies gestern der Bergischen Morgenpost. "Wir sind in einer Vorabstimmung mit den Fraktionen", sagte der Finanzfachmann. Geklärt werden müsse, ob sich die Fraktionen dies überhaupt vorstellen könnten. "Wir haben inzwischen erste positive Signale aus einzelnen Fraktionen."

Normalerweise wird für jedes Jahr ein Haushalt aufgestellt, der von der Aufsicht genehmigt werden muss. Zudem befindet sich Wermelskirchen bis 2021 im Haushaltssicherungskonzept. Würde ein Doppelhaushalt aufgestellt, entfiele für 2018 die sogenannte "Übergangswirtschaft" - das heißt: Beschlossene und genehmigte Maßnahmen könnten sofort begonnen werden.

Als Grund für einen möglichen Doppelhaushalt nennt der Kämmerer die Einführung einer neuen Finanzsoftware in 2018, die bereits in 2017 in der Vorbereitung viel Kapazitäten in allen Fachämtern binden werde. Ziel sei, im Zusammenhang mit der Einführung dieser neuen Software, die Abläufe zu optimieren. Hibst: "Jahresabschlüsse, Haushaltskonsolidierung und weitere Projekte binden natürlich besonders die Kämmerei. Ein Doppelhaushalt würde deshalb vieles in der Startphase vereinfachen."

Die alte Software stammt aus den 80er/90er Jahren. Mit der neuen Finanzsoftware soll vor allem der Verwaltungsaufwand für die Ein- und Ausgangsrechnungen verringert werden. Auch eine zeitnahe Information der politischen Gremien über die aktuelle Haushaltssituation mache dies möglich.

Kämmerer Bernd Hibst sagte gegenüber der Bergischen Morgenpost: "Ein Doppelhaushalt 2017/2018 ist nur eine Entscheidung für diese beiden Jahre. Nicht darüber hinaus."

(tei.-)
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