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Wermelskirchen
Stadt schlägt Standorte für Flüchtlinge vor

Wermelskirchen. Polizeigebäude, Hotel zur Post in Dabringhausen, Freibad Dhünn und eine Fläche am Wiesenweg - über diese Standorte zur Unterbringung entscheidet die Politik am Montag. Wie viele Flüchtlinge auf die Standorte verteilt werden, ist unklar. Von Sebastian Radermacher

Die Stadtverwaltung stellt der Politik vier Standorte für die temporäre und auch langfristige Unterbringung der zu erwartenden zugewiesenen Flüchtlinge in Wermelskirchen vor. Eine Entscheidung dazu fällt im Stadtrat am Montag (17 Uhr, Rathaus). Das Thema wird öffentlich diskutiert. Die vier Standorte sind die ehemalige Polizeiwache an der Telegrafenstraße, das Hotel zur Post in Dabringhausen, der Parkplatz am Freibad Dhünn und ein Grundstück am Wiesenweg.

Wie viele Flüchtlinge an den Standorten jeweils untergebracht werden, ist noch nicht abschließend geklärt. "Über die Höhe der Belegungszahlen wird erst in der Ratssitzung entschieden", sagte dazu gestern Bürgermeister Rainer Bleek. Die Pläne der Verwaltung sehen vor, 78 Flüchtlinge in der ehemaligen Wache unterzubringen. Bis Ende des Jahres geht die Stadt von 275 zugewiesenen Flüchtlingen aus - für die genannten 78 steht kein Wohnraum zur Verfügung. Die ehemalige Wache könnte kurzfristig umgebaut werden, um die Unterbringung sicherzustellen. Kosten: etwa 385.000 Euro. Die Wache, das Hotel zur Post und der Parkplatz am Freibad Dhünn sollen als temporäre, sprich zeitlich begrenzte, Unterbringungen genutzt werden.

Überraschend ist, dass das Hotel zur Post in Dabringhausen nun doch als Standort ausgewählt worden ist. Die Stadtverwaltung will das Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, wahrscheinlich für drei Jahre anmieten und 40 Flüchtlinge dort unterbringen. Zuletzt hatte der neue Eigentümer, ein rumänischer Unternehmer, noch mitgeteilt, dass er solche Verträge mit der Stadt nicht geplant habe und stattdessen auf den normalen Hotelbetrieb setze. Nun scheint er doch bereit zu sein, das Gebäude zu vermieten.

Auf dem Parkplatz in Dhünn könnte in einem Wohndorf 72 Flüchtlinge untergebracht werden. Am Wiesenweg geht es darum, dauerhaft neuen Wohnraum zu schaffen. Dort stehen auf einem städtischen Grundstück mehrere heruntergekommene Häuser. Die Stadt will die Fläche an einen Investor verkaufen mit dem Ziel, dort bezahlbaren Wohnraum für Flüchtlinge und auch Personen mit Wohnberechtigungsschein zu schaffen. Die Häuser sollen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden.

Quelle: RP
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