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Wermelskirchen
Stadt schleppt vier Autos ab, Polizei meldet acht Einsätze

Wermelskirchen. Polizei und Ordnungsamt ziehen eine positive Zwischenbilanz der Kirmes 2015. "Es war bisher eine super Kirmes, größtenteils friedlich. Bis auf kleine Zwischenfälle gab es keine Probleme", sagte Dezernent Jürgen Graef gestern Mittag auf BM-Anfrage. Am Sonntagnachmittag musste das Ordnungsamt vier Autos abschleppen lassen, die verbotenerweise am Brückenweg - halb auf der Straße, halb auf dem Gehweg - geparkt worden waren. "Wenn wir die Sorge haben, dass Rettungsfahrzeuge nicht mehr durchkommen, müssen wir abschleppen", erklärte Graef.

Gegen Mittag standen mehrere Fahrzeuge von dem Absperrgitter am Loches-Platz bis fast zur Einmündung Vorm Eickerberg am Straßenrand. "Da wäre die Feuerwehr mit einer Drehleiter nicht mehr durchgekommen. In solchen Einsätzen geht es aber um Sekunden, da mussten wir reagieren", sagte der Dezernent. Er verwies darauf, dass die Halteverbotszonen ausreichend gekennzeichnet seien. Graef: "Die meisten Leute wissen, wo sie parken dürfen und wo nicht."

Auch aus Sicht der Polizei verlief das Kirmeswochenende im Wesentlichen ruhig. Von Freitag bis Sonntag wurden lediglich acht Einsätze registriert (fünf Streitigkeiten/Randalierer; drei hilflose Personen). Dennoch gab es darüber hinaus einige Vorfälle. Am Freitagabend wurde auf dem Kirmesgelände ein 13-jähriger Burscheider kontrolliert, der ein Springmesser mitführte - ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Mutter stimmte zu, das Messer zu vernichten, teilte die Polizei mit.

Am selben Abend kam es auf der Kattwinkelstraße zwischen zwei Standbetreibern und zwei Brüdern aus Wermelskirchen (45 und 54 Jahre alt) zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf gespuckt und geschlagen worden sein soll. Anlass war, dass der 45-Jährige den Kühlschrank des Standbetreibers öffnete, um sich ein Getränk zu nehmen. Dies missfiel dem Betreiber des Standes so sehr, dass es zum Streit kam. Die Personalien der Beteiligten sind der Polizei bekannt, sie hat eine Strafanzeige aufgenommen.

In der Nacht zu Samstag wurden zwischen 1.30 und 3.30 Uhr einer Wermelskirchenerin (32) und einer gleichaltrigen Stuttgarterin in einer Bar an der Thomas-Mann-Straße ihre Handtaschen samt Geldbörsen und Bargeld gestohlen. Gegen 17.30 Uhr kam es im Bereich des Busbahnhofs zu Beleidigungen unter jungen Männern. Die Situation drohte zu eskalieren, einige Steine flogen, ein 19-Jähriger soll einem Zwölfjährigen gegen den Kopf geschlagen haben. Polizisten erstatteten Strafanzeige.

Gegen Mitternacht stritten sich junge Leute auf dem Schwanenplatz, ein 18-Jähriger aus Wermelskirchen schlug einem 21-jährigen Leverkusener ins Gesicht. Zehn Minuten später hatten junge Leute ihre Handtaschen an einer Ecke im Bereich Kreisverkehr Eich abgelegt, als plötzlich ein Unbekannter zu den Taschen ging, eine ergriff und damit flüchten wollte. Eine 19-Jährige aus Wermelskirchen trat dem Dieb aber entgegen, der letztlich die Tasche fallen ließ und weglief. Zeugen gaben an, den Mann erkannt zu haben; die Polizei ermittelt.

(ser)
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