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Wermelskirchen
Stadt soll mehr Freizeitpark-Flächen prüfen

Wermelskirchen: Stadt soll mehr Freizeitpark-Flächen prüfen
FOTO: Moll Jürgen
Wermelskirchen. Die Mehrheit der Politik will den Standort Zenshäuschen intensiver prüfen lassen, zusätzlich aber auch noch zwei weitere Standorte: den Sportplatz Tente und eine Fläche gegenüber dem RVK-Gelände.

Der Schwebezustand, wo in Wermelskirchen ein Jugendfreizeitpark errichtet werden kann, hält weiterhin an. Im Ausschuss für Sport, Freizeit und Tourismus beschlossen die Politiker einstimmig bei einigen Enthaltungen (u.a. WNKUWG, Bürgerforum, FDP), die Planungen für das Grundstück an der Dellmannstraße bei Zenshäuschen (zwischen Lidl und den Autohäusern Messink und Hildebrandt) zu intensivieren.

Im gleichen Zusammenhang wurde die Verwaltung aber beauftragt, zusätzlich noch mehr Flächen zu prüfen, ob diese als Standort für einen Freizeitpark infrage kämen - konkret geht es um den Sportplatz Tente und ein Grundstück schräg gegenüber dem RVK-Gelände (zwischen Dellmannstraße und Grünestraße). Letztere Fläche gehört dem Fahrzeughaus Lambeck und müsste von der Stadt gekauft werden. Die Firma Lambeck gab zu dem Thema gestern keine Stellungnahme ab.

Außerdem soll die Stadtverwaltung bis zum Beschluss des Doppelhaushalts 2017/18 einen Investitionsplan für die Errichtung eines Parks vorlegen. Bürgermeister Rainer Bleek konnte dem Vorschlag, noch mehr Standorte zu prüfen, nichts abgewinnen. "Diese elendige Diskussion über noch mehr Alternativstandorte nehme ich nicht mehr ernst. Wir haben bereits 13 Standorte geprüft - alle wurden verworfen", schimpfte er. "Die Planung wird blockiert mit dem ständigen Prüfen von weiteren Standorten." Der Bürgermeister verdeutlichte nochmals, dass in den Gesprächen mit den Gewerbetreibenden von allen Seiten eine Kompromissbereitschaft signalisiert wurde. Dies sei auch kein "billiger Kompromiss", wie Walter Thiel (WNKUWG) meinte - "dieser Kompromiss würde allen Bedürfnissen gerecht werden", betonte Bleek. Es sei auch nicht so, dass der Flächenanteil für einen Freizeitpark zu klein ausfallen würde. Bleek: "Alle Ansprüche an die Fläche werden berücksichtigt."

Martin Burghoff (CDU) warb für den Vorschlag seiner Fraktion, parallel zur weiteren Prüfung des Standortes Zenshäuschen zwei weitere Flächen unter die Lupe zu nehmen. "Die Zeit drängt. Wenn wir keine Mittel in den Doppelhaushalt 2017/18 einbringen, wird das mit einem Freizeitpark vor 2019 nichts."

Laut Bleek sollen für Zenshäuschen bis Mitte November konkrete Ergebnisse vorliegen. Zurzeit warte man noch auf Pläne von Lidl für einen möglichen Umbau. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird es einen "Runden Tisch" mit den Nutzergruppen eines Freizeitparks (Rollrausch, ADFC, CVJM) über die Gestaltung eines solchen Parks geben, kündigte der Bürgermeister an.

(ser)
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