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Wermelskirchen
Stadt will Parkplätze im Hüpptal schaffen

Wermelskirchen: Stadt will Parkplätze im Hüpptal schaffen
Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Toilettenanlage, die bereits seit langer Zeit geschlossen ist, abreißen zu lassen. FOTO: Teifel
Wermelskirchen. Die Verwaltung stellt der Politik vier Varianten vor, wie am Eingang zur Hüppanlage zusätzliche Stellplätze hergerichtet werden können. Die Stadt favorisiert die günstigste Lösung: Etwa 15 000 Euro für neun asphaltierte Parkplätze. Von Sebastian Radermacher

Der enorme Parkdruck in der Innenstadt - vor allem im Bereich rund um den Markt - ist ein bekanntes Problem. Die Stadtverwaltung hat jetzt vier Varianten erarbeitet, wie im Bereich der Hüppanlage zusätzliche Parkplätze geschaffen werden können. Konkret geht es um die Fläche am Eingang zur Hüppanlage (in Höhe der Ecke Berliner Straße/Taubengasse). Neben der Zufahrt zum Parkplatz der Evangelischen Kirchengemeinde ist Platz für mehrere Stellplätze. Die Politiker sollen im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am kommenden Montag über folgende Varianten abstimmen.

Die Verwaltung favorisierte diese Planung: Neben der Zufahrtsstraße zum Parkplatz der Gemeinde, die sich im Eigentum der Stadt befindet, könnten neun Parkplätze mit vergleichsweise geringem baulichen Aufwand errichtet werden. Bei einer Asphaltbauweise entstehen Kosten von knapp 15 000 Euro - umgerechnet etwa 1700 Euro pro Parkplatz, heißt es in der Vorlage für den Fachausschuss. Dies ist die günstigste Variante, der Nachteil: Es muss in das vorhandene Grün mit Buschwerk eingegriffen werden - ein kleiner Teil der Hüppanlage wird verändert. Der teilweise Eingriff in den Landschaftsschutz wäre noch zu klären - "ist dieser möglich, könnte die Maßnahme kurzfristig umgesetzt werden", heißt es in der Vorlage.

Das Luftbild zeigt die Planung für die von der Verwaltung favorisierten Variante 1: Auf der Fläche am Eingang zur Hüppanlage können insgesamt neun asphaltierte Stellplätze geschaffen werden - bei vergleichsweise geringem Aufwand. FOTO: Stadt

Neubau einer Parkdeckanlage (Stahl-Betonkonstruktion) über zwei Ebenen, 18 neue Stellplätze (neun pro Ebene) können geschaffen werden. Um diese Variante umsetzen zu können, muss die Toilettenanlage in diesem Bereich, die bereits seit vielen Jahren geschlossen ist, abgerissen werden, da eine Überbauung aus statischen Gründen nicht möglich ist. Die Kosten sind deutlich höher als bei Vari-ante 1: Insgesamt würde der Bau des Parkdecks 150 000 Euro kosten (8333 Euro pro Parkplatz). Ein weiterer negativer Aspekt ist der lange Umsetzungszeitraum: Von der Planung bis zur Fertigstellung würden etwa eineinhalb Jahre vergehen.

Statt der Stahlkonstruktion mit zwei Ebenen werden auf dem unteren Platz 18 Parkplätze ebenerdig angelegt. Diese Alternative wäre günstiger und würde insgesamt 80 000 Euro kosten (4444 Euro pro Parkplatz). Außerdem wären die Unterhaltungskosten nicht so hoch wie bei Variante 2.

Abriss der Toilettenanlage und Neubau eines Parkhauses (Stahl-Verbundkonstruktion) mit drei Ebenen und insgesamt 55 Parkplätzen. In dieser Variante könnte die größtmögliche Anzahl von Parkplätzen geschaffen werden, allerdings sind auch die Kosten entsprechend hoch: Etwa 600 000 Euro müsste die Stadt insgesamt investieren, die Bauzeit beträgt ebenfalls 18 Monate von der Planung bis zur Fertigstellung.

Die Verwaltung schlägt den Politikern vor, die Variante 1 in Angriff zu nehmen, um die Parkplatzsituation im östlichen Innenstadtbereich zu verbessern. Diese Lösung ist die günstigste und auch relativ kurzfristig umzusetzen.

Mo. 8. Juni, 17 Uhr, Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr, öffentlich, Alter Ratssaal im Bürgerzentrum, Telegrafenstraße 29-33.

Quelle: RP
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