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Wermelskirchen
Stadt will Radtourismus weiter stärken

Wermelskirchen: Stadt will Radtourismus weiter stärken
Viele Radfahrer aus der Region nutzen den Panoramaradweg "Balkantrasse" (hier ein Foto von der Eröffnung im April 2012). Im Juni beteiligt sich die Stadt Wermelskirchen wieder an einem Aktionstag für Radfahrer. FOTO: Dörner (Archiv)
Wermelskirchen. Das Fest an der Balkantrasse wird in diesem Jahr wiederholt, sechs Städte beteiligen sich an dem Aktionstag am 22. Juni. Zudem erfolgt die endgültige Beschilderung für Radler in der Stadt. Zehn Knotenpunkte weisen dann auf Radrouten hin. Von Sebastian Radermacher

Auch im zweiten Jahr nach seiner Eröffnung war der Panoramaradweg "Balkantrasse" ein echter Gewinn für die Stadt Wermelskirchen. "Wir haben viele positive Rückmeldungen von den Menschen erhalten – der Radtourismus boomt", sagt Florian Leßke, Leiter des Amtes für Wirtschaft, Umwelt und Stadtentwicklung, auf Anfrage.

Wie gut die Trasse nicht nur von Radfahrern aus Wermelskirchen, sondern auch von vielen Touristen aus dem gesamten bergischen Land angenommen wird, habe im vergangenen Jahr zum Beispiel das Trassenfest im Juni gezeigt. "Dort war wieder richtig viel los entlang der Trasse, es gab verschiedene Aktionen für die Radfahrer", berichtet Leßke und fügt an: "Wir haben uns vorgenommen, diese Aktion dauerhaft fortzuführen." Am 22. Juni werde es einen weiteren Aktionstag an der Balkantrasse (Leßke: "Wir arbeiten eng mit dem Zweiradcenter Lambeck zusammen") geben. Neben Wermelskirchen beteiligen sich in diesem Jahr auch die Städte Burscheid, Remscheid, Hückeswagen, Radevormwald, Wipperfürth, Marienheide und Leverkusen an diesem Aktionstag, kündigt der Amtsleiter an. "Wir arbeiten gerade an Flyern, die im Frühjahr verteilt werden sollen."

Ein Thema wird die Stadt in diesem Jahr weiter beschäftigen: die Beschilderung durch die Innenstadt – laut Leßke "das A und O", um mehr Touristen nach Wermelskirchen zu locken. Als Teilnehmer des Projekts "RadRegionRheinland" erarbeitet die Stadt daher zusammen mit dem Kreis bereits seit 2007 ein aufwendiges Knotensystem nach Benelux-Vorbild. Darauf basierend wurden 110 Schilderstandorte sowie verschiedene Knotenpunktstandorte als Orientierungspunkte festgelegt. Ursprünglich sollte das Knotenpunktsystem bereits 2013 umgesetzt werden – dies soll nun endlich in diesem Jahr erfolgen.

In Wermelskirchen sind zehn Knotenpunkte vorgesehen, berichtet Leßke. Diese befinden sich immer an größeren Kreuzungen der verschiedenen Radstrecken – zum Beispiel in der Innenstadt an der Eich, an der Ecke Berliner Straße/Thomas-Mann-Straße, in Habenichts, Stumpf oder auch in Dhünn. Jeder Knotenpunkt ist mit einer Zahl markiert, an dem sich die Radfahrer orientieren können. Auf weißen Schildern mit roter Schrift sind die einzelnen Routen dargestellt, zum Beispiel für die "Balkantrasse" oder den Bergischen Panoramaradweg, die sich in Wermelskirchen kreuzen.

Ein weiteres Vorhaben, um den Tourismus in Wermelskirchen anzukurbeln, ist der Bau der beiden "Reisegärten" im Eifgen und in Stumpf als Anlaufstelle und Treffpunkt für Wanderer. Die Arbeiten laufen nach Plan. "Dort spielt uns das zurzeit milde Wetter natürlich in die Karten. In den kommenden Wochen sollen die noch fehlenden Arbeiten abgeschlossen werden", sagt Leßke. Es müssen zum Beispiel noch der Aufbau der Schutzhütte im Eifgen, der Einbau von Steinen und die Befüllung von Gabionen erfolgen. "Wir gehen davon aus, dass die Reisegärten Ende Januar freigegeben werden können", sagt Leßke und fügt an: "Das hängt aber natürlich weiterhin vom Wetter ab."

Quelle: RP
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