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Seniorennachmittag
200 Senioren feiern Herbstfest im Bürgerzentrum

200 Senioren feiern Herbstfest Wermelskirchen im Bürgerzentrum
Die Senioren verbrachten ein paar schöne Stunden miteinander. Das Thema des Treffens lautete "Afrika". FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Etwa 200 Senioren besuchten gestern Nachmittag die Herbstveranstaltung des Seniorenbeirats im Bürgerzentrum, unter ihnen auch einige Bewohner der Seniorenheime Vogelsang und "carpe diem", die mit ihren Betreuern kamen. Im Mittelpunkt stand das Thema "Afrika".

Für den Seniorenbeirat um den Vorsitzenden Klaus Förster war es die letzte Veranstaltung mit Noch-Bürgermeister Eric Weik. Dieser betonte, dass es den vielen Helfern zu verdanken sei, dass die Stadt trotz knapper Kasse zweimal im Jahr einen Seniorennachmittag ausrichten könne. Weik dankte Förster für die gute Zusammenarbeit, sagte mit einem Augenzwinkern aber auch, dass sie nicht immer Spaß gemacht habe, da sich der Vorsitzende des Seniorenbeirats "ohne wenn und aber" für die Interessen der älteren Menschen eingesetzt habe. "Hut ab!", lobte Weik.

Angesichts dessen, dass viele Flüchtlinge momentan ihren Weg nach Wermelskirchen finden, erinnerte er die Senioren daran, dass auch einige von den im Bürgerzentrum Versammelten aufgrund eines Krieges einst nach Westdeutschland flohen und in Wermelskirchen ein Zuhause fanden. "Wir sollten froh sein, dass die Menschen lieber nach Deutschland kommen wollen als in andere Länder. Deswegen sage ich: Auch in Wermelskirchen haben wir Platz", betonte Weik. Auch Klaus Förster machte noch einmal auf die Flüchtlingsaufgabe aufmerksam. "Wir als Senioren können auf diese Menschen zugehen und für ein freundliches Miteinander sorgen", betonte er.

Gundhild Tillmanns, Sprecherin des Vereins "Augenhilfe Afrika", griff anschließend in ihrem Vortrag ein Thema auf, dass viele Senioren im Saal beschäftigte. Als sie in die Runde fragte, wer schon einmal einen Grauen Starr gehabt habe, hoben einige Gäste die Hand. Tillmanns erklärte, dass zunehmende Blindheit in afrikanischen Ländern keine reine Alterskrankheit, sondern ein großes Problem sei. Der Verein "Augenhilfe Afrika" (www.augenhilfe-afrika.de) verhelfe erblindeten Afrikanern mit Operationskampagnen zurück zum Augenlicht und somit zur Selbstständigkeit. In mobilen Optikerwerkstätten werde den Patienten zudem gezeigt, wie sie alleine Brillen herstellen können. Zwei Senioren boten sogleich an, dem Verein ihre alten Brillengestelle zur Verfügung zu stellen. Tillmanns lehnte dankend ab - die Zollaufschläge für den Versand nach Afrika seien zu hoch.

Da das Märchenerzählen in Afrika eine große Rolle spielt, trug Annegret Hachenberg afrikanische Märchen für Erwachsene, darunter eines aus Äthiopien und eines aus Ghana, vor. Zu den Senioren gesellten sich derweil auch die Mitglieder des "Reharmonie"-Chores. Die Sänger des Chores, der im MGV Niederwermelskirchen beheimatet ist und der sich an Schlaganfallpatienten und deren Angehörige richtet, warteten bei Kaffee und Kuchen auf ihren Auftritt mit Chorleiterin Sibylle Hummel. Zuvor stellte Anna Güldner noch die "Hitparade einmal anders" vor.

(rbrt)
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