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Gut Gemacht
Adventskalender-Verkauf unterstützt die Lebenshilfe

Wermelskirchen. Die Vorzeichen stehen gut, dass auch in diesem Jahr der Wermelskirchener Adventskalender ein beliebter Renner wird und spätestens Anfang Dezember ausverkauft sein wird. Inzwischen erscheint der Kalender mit zum zehnten Mal, 500 Exemplare sind produziert.

Anfangs war der Kalender für Rainer Kocherscheid von der gleichnamigen Wermelskirchener Firma für Faltschachteln und Kartonmanufaktur ein Spaß. "Inzwischen ist er ein etabliertes Produkt", sagte der Geschäftsführer, der seit sechs Jahren mit Konditormeister Thomas Wild und seit fünf Jahren mit der Werkstatt Lebenshilfe kooperiert. "Mir liegen bereits jetzt 86 Vorbestellungen von unseren Kunden vor", verkündete Wild gestern bei der offiziellen Vorstellung des Kalenders.

Ein Kalender kostet 31,50 Euro, davon gehen zwei Euro als Spende an die Lebenshilfe. Letztere steuerte wieder mit der Kunstgruppe "Jetzt sprechen wir" das Motiv des Kalenders bei. Geschaffen hat es Tanja Cebulla. Gemeinsam mit ihrer Anleiterin Nadine Höller (Gruppenleitung Kölner Straße) verwendete die Künstlerin verschiedene Materialien wie Styropor, Krakelierlack, Transparentpapier, Ölpastellkreide, Birkenrinde, Metallic-Acrylfarbe und Filzschnüre. "Wir freuen uns in der Gruppe immer sehr auf das Projekt. Es entstehen verschiedene Bilder, aus denen eines ausgesucht wird", erläuterte Susanne Fuchs, die bei der Lebenshilfe den heilpädagogischen Arbeitsbereich leitet.

Die Kunstgruppe hat vor allem ein Ziel: Die Menschen die Beeinträchtigungen, die häufig nur schwer und wenig sprechen, sollen eine Art des Ausdrucks finden. Zusammen wird bereits jetzt an den möglichen Kalendermotiven für das kommende Jahr gearbeitet. "Wir haben ein richtig klasse Produkt, dass jedes Jahr schöner und nach allen Regeln der Technik gefertigt wird", betonte Rainer Kocherscheid. So sorgt eine spezielle Folie im Kalender für eine möglichst lang anhaltende Frische der Wild-Pralinen.

Beim Kauf des Kalenders erhalten die Kunden ein Pralinen-"Lexikon", das darüber aufklärt, wo zum Beispiel Nüsse oder Alkohol enthalten sind. Das Projekt beschäftigt die Macher das gesamte Jahr über. "Im März finden die ersten Gespräche statt, spätestens im Sommer wählen wir das Motiv aus", beschrieb Susanne Kocherscheid-Störtte, die bei der Produktentwicklung mitwirkt, den Prozess.

"Ich plane das natürlich auch. Ich überlege mir genau, dass ich die Pralinen, die sich am längsten gut halten, auf die späteren Dezember-Daten verteile", sagte Thomas Wild über seine Arbeit, die gänzlich ohne Konservierungsstoffe auskommt. Das Wild-Team bestückt jeden einzelnen Kalender von Hand.

STEPHAN SINGER

Quelle: RP
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