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Sozialkonferenz
Arbeitskreise entwickeln weitere Ideen zur Flüchtlingshilfe

Wermelskirchen. Die Ausweisung der Mehrzweckhallen in Dhünn und Dabringhausen sowie der Hallen an der Schubertstraße als Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge hat Wermelskirchen zumindest im Moment eine kurze Verschnaufpause hinsichtlich der Zuweisung weiterer Flüchtlinge gebracht. Der Grund: Die Erstaufnahmen werden auf die Zuweisungs-Quote, den "Königsteiner Schlüssel", angerechnet - unabhängig davon, ob sie belegt sind oder nicht. Seit Mittwoch sind die Hallen an der Schubertstraße wieder belegt, in Dabringhausen befinden sich aktuell fünf Flüchtlinge, Dhünn ist nach wie vor in Warte-Stellung. Allerdings: Darauf will sich niemand ausruhen, wie die Sozialkonferenz der Stadt zum Thema Flüchtlinge am Donnerstagabend verdeutlichte.

Etwa 100 Wermelskirchener - aus Politik, Vereinen und anderen Organisationen - waren gekommen, was Bürgermeister Rainer Bleek freudig registrierte: "Die Resonanz ist größer, als ich erwartet habe." Auch Sozialdezernent Jürgen Graef sah das so - wohlwissend, dass das Thema die Menschen bewegt und viel bürgerschaftliches Engagement zutage gefördert hat: "Das ist die effektivste Sozialkonferenz, die wir je hatten."

Bleek machte deutlich: "Wir haben eine große gesellschaftliche Aufgabe, bei der sehr viele helfen, aber noch mehr helfen müssen. Wir brauchen standardisierte Verfahren, um diese Mengen mit Regeln und Normen bewältigen zu können. Nichtsdestotrotz müssen wir dabei berücksichtigen, dass jeder Flüchtling ein Individuum mit seinem eigenen ,Rucksack' ist." Und Graef fügte an: "Die Sozialkonferenz startet mit der Bildung von Netzwerken eine Arbeit, die konstant ist, einen Kick-Off für einen Prozess, aus dem Handlungskonzepte entstehen."

Bei der Sozialkonferenz stellten Sprecher von sechs Organisationen, die sich in Wermelskirchen in der Integrationsarbeit und Flüchtlingshilfe engagieren, ihre Aktivitäten vor: Willkommen in Wermelskirchen (Cornelia Seng), Volkshochschule (Dr. Ulrike Langholz-Baumgartner), Tafel (Brigitte Krips), Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbandes (Rolf Stude), Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln (Claudia Kruse) sowie der Offene Mittagstisch (Dietmar Faber).

Je nach Vorlieben und Neigung konnten sich die Besucher der Sozialkonferenz am Donnerstagabend auf fünf Arbeitskreise mit den Schwerpunkten "Dezentrales Wohnen", "Beschäftigung und Arbeit", "Bildung", "Multikulturelles Zusammenleben" und "Öffentlichkeitsarbeit" aufteilen. Diese Arbeitskreise werden in den nächsten Wochen themenbezogene Ideen, Möglichkeiten und Strategien (weiter)entwickeln. Diese soll dann schließlich ein "Runder Tisch" zusammenfassen.

(sng)
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