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Leben & Lernen
Besser geht nicht: Mit glatten 1,0 machten Finn und Marvin die besten Abis 2017

Wermelskirchen. Die beiden besten Abiturienten des Schuljahrs 2016/2017 am Städtischen Gymnasium Wermelskirchen haben eine Vorliebe für die naturwissenschaftlichen Fächer: Während es für Marvin Rittmeier die Mathematik war, die es ihm in der Schulzeit angetan hat, war es bei Finn Dicke die Chemie. Der 18- und der 17-jährige Abiturient bestanden ihre Allgemeine Hochschulreife mit der bestmöglichen Durchschnittsnote von glatten 1,0. "Man musste schon etwas dafür tun, aber es war für mich entspannter als für manch andere Mitschüler", blickt Marvin Rittmeier, der zur Mathematik auch Sport als Lieblingsfach nennt, auf die anstrengende Zeit der Prüfungen zurück. Und Finn Dicke fügt hinzu: "Wir mussten immerhin den Stoff von zwei Jahren Oberstufenzeit aufarbeiten und in den Kopf kriegen." Das ginge nun mal nicht ohne Üben.

Das Geheimnis des guten Gelingens steckt für Marvin Rittmeier im systematischen Lernen: "Ich habe mir genau überlegt und organisiert, wann ich mir was angucken musste." Seinen Ehrgeiz für gute Noten habe er bereits in der Grundschule entwickelt, erinnert sich Marvin Rittmeier: "Ich will immer das Beste geben. Als dann der 1,0-Durchschnitt in greifbare Nähe rückte, wollte ich es auch schaffen." Ähnlich sieht es sein Mitschüler, der noch eine weitere, familiäre "Motivation" für ein sehr gutes Abitur hatte, denn seine Schwester Jill gehörte vor einem Jahr zu den damals drei besten Abiturienten in Wermelskirchen: "Das hat natürlich meinen Ehrgeiz endgültig geweckt. Als meine Schwester vor einem Jahr den 1,0-Durchschnitt schaffte, wollte ich unbedingt nachziehen."

Finn Dickes Faible gilt der Chemie, dieses Fach belegte er neben der Mathematik als Leistungskurs: "Das stellte sich in der achten Klasse heraus, als wir die Differenzierungskurse gewählt hatten. Mir hat das Experimentieren immer viel Spaß gemacht." Deshalb ist für ihn klar: "Wenige wollen Chemie studieren. Ich werde das in Köln ab dem kommenden Wintersemester machen." Viele würden wohl bereits in der Schulzeit von Chemie abgeschreckt, er habe jedoch in seinen Kursen viel Glück mit den Lehrern gehabt, was natürlich eine Rolle spiele.

Für Marvin Rittmeier geht es im Herbst nach München, wo er sein Jura-Studium startet. Er spielt Badminton und ist gerne mit seinem Vater Meinhard im Mercedes-Oldtimer auf Orientierungs-Rallyes unterwegs. Letzteres Hobby ruht im Moment angesichts der Abiturprüfungen und des bevorstehenden Studiums: "Das Fahren mit meinem Vater macht mir Freude und vielleicht fahre ich irgendwann einmal selber."

Auch wenn das Schulfach Literatur nicht sein Ding war, liest Finn Dicke gerne. Dazu musiziert er auf der Geige und ist als Judoka sportlich. Sein Vater Sven Dicke ist zweiter Vorsitzender des Wermelskirchener Judoclubs.

Einig sind sich Finn Dicke und Marvin Rittmeier in den Fächern, die sie nicht so mochten: "Deutsch oder Geschichte sind nichts Halbes und nichts Ganzes - Laberfächer eben."

(sng)
 
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