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Kinderstadt
Bürgermeisterin Zoë Rizza wünscht sich Schmück-Aktion

Wermelskirchen. Keine große Reden schwang Zoë Rizza nach ihrer Nominierung zur Bürgermeisterin der Kinderstadt in der Kattwinkelschen Fabrik. Souverän und beinahe in der professionellen Manier machte die Neunjährige gestern Morgen nicht viele Worte, als sie auf der Bühne vor "ihren" 230 Bürgerinnen und Bürgern stand: "Ich sage einfach nur: Danke."

Danach nahm Zoë Rizza, die gerade die Grundschule verlassen hat und nach den Sommerferien das Gymnasium besuchen wird, die Gratulation vom "richtigen" Bürgermeister entgegen. Genauso schüttelte Rainer Bleek auch den sieben Kandidaten, die die Wahl nicht für sich entscheiden konnten, aber nunmehr für die restliche Dauer des zweiwöchigen Ferienprojekts gemeinsam mit Zoë Rizza den Stadtrat bilden, die Hand.

Wermelskirchens erster Bürger gab den frisch gewählten Nachwuchspolitikern gleich einen wichtigen Appell mit auf den Weg: "Guckt mal genau hin, welche Wünsche der Bürger ihr erfüllen könnt. Aber bedenkt immer, dass alles bezahlbar sein muss."

Die Kinderstadt-Bürgermeister und ihre Mitstreiter machten sich gleich ans Werk. Unter den moderierenden Worten von Betreuerin Anna vom Stein versammelte sich der Stadtrat im durch Holzstellwände in der Katt-Bogenbinderhalle abgeteilten Konferenzzimmer. Von Unstimmigkeiten angesichts des Wahlausgangs war hier nichts zu spüren, vielmehr zeigten sich Zoë Rizza, Marvin Schmitt, Levin Behler, Jonah Bernhard, Moritz Felbick, Lennart Fleschenberg sowie Leo und Ben Sacha einig: "Da, wo wir Ideen für Verbesserungen haben, wollen wir die auch umsetzen." Und Jonah Bernhard fügte an: "Natürlich wollte ich Bürgermeister werden, jetzt mache ich aber gerne im Stadtrat mit."

Schnell fielen den acht Kindern verschiedene Punkte ein, wo sie Handlungsbedarf sehen. Diese formulierten sie höchst professionell in einem Protokoll.

"Ich fände das Angebot eines Kino-Tages gut", forderte beispielsweise Marvin Schmitt. Bürgermeisterin Zoë Rizza kann sich vorstellen, im Rahmen einer besonderen Aktion die Kinderstadt zu schmücken. Angesichts der warmen Temperaturen brachte der Stadtrat auch ganz eigennützige Vorschläge zu Papier: "Wir brauchen mehr Wasser und einen Ventilator, damit wir besser nachdenken können."

Zu diesem Nachdenken zählte auch die Entwicklung eines Fragenkatalogs, denn am morgigen Freitag, 21. Juli, besuchen die Kinderstadt-Politiker Rainer Bleek zum gemeinsamen Pizza-Essen und dürfen dem Bürgermeister dann reichlich "Löcher in den Bauch" fragen.

STEPHAN SINGER

Quelle: RP
 
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