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Der Freibad-Förderverein sucht neuen Vorsitzenden

Wermelskirchen. Der Förderverein des Freibads Dabringhausen (FFD) steht vor einem personellen Umbruch. Auf der Mitgliederversammlung erklärte Vorsitzender Michael Unbehaun völlig überraschend, dass er für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stehe. Auch Kassiererin Waltraud Klein fasste diesen Entschluss.

Ihr Rückzug in die zweite Reihe habe nichts mit bösem Blut zu tun. "Nach der erfolgreichen Spendenaktion und mit dem überarbeiteten Finanzkonzept ist das Freibad nun zukunftsfähig aufgestellt", sagte Unbehaun. Zudem habe man auch eine Schwimmmeisterin für die Saison 2017 gefunden. Damit sei der Zeitpunkt für einen Wechsel an der Spitze des Fördervereins passend.

Unbehaun stellte klar, dass er dem Freibad weiterhin helfend zur Verfügung stehe. Er wolle aber die repräsentativen und administrativen Verpflichtungen der Vereinsführung abgeben. "Ich will mich auf die Arbeit im Freibad konzentrieren", sagte der Odenthaler. Es mache Sinn, wenn jemand aus dem Dorf den Vorsitz übernehme, um noch kürzere Kommunikationswege zu gewährleisten.

Der stellvertretende FFD-Vorsitzende Günther Hagenbücher und Schriftführer Ullrich Bannier wurden wiedergewählt. Mit Blick auf die nur 15 Anwesenden bei der Versammlung des 450 Mitglieder starken Fördervereins verwunderte es nicht, dass sich spontan keine Nachfolger für Unbehaun und Klein fanden. Daher wurde beschlossen: Beide bleiben bis zum Ende der Freibadsaison Ende August noch im Amt. Am 20. September sollen die Nachfolger gewählt werden - die Suche läuft. Dominik Roenneke (Trägerverein) zeigte humorvoll Verständnis für die Entscheidung von Unbehaun und Klein: "Vorher gehen wir noch zusammen baden!"

Nach der witterungsbedingt schlechten Saison 2016 musste der FFD eine Unterdeckung der Betriebskosten von 40.000 Euro für den Trägerverein auffangen. Entspannung brachte die Spendenaktion, die 75.000 Euro einbrachte. Hinzu kamen rund 10.000 Euro als Erlös aus dem Benefiz-Musikfestival. Und ein neues Finanzkonzept in Absprache mit der Stadt brachte eine Senkung der laufenden Kosten. "Manche Werte wissen wir erst genau nach Ablauf der Saison, etwa welche Gebühreneinsparung die installierten Abwasserzähler bringen", sagte Roenneke. Und Unbehaun ergänzte: "Wir brauchen pro Saison 15.000 bis 20.000 Besucher, um eine Kostendeckung zu erzielen."

Eine spontane Verlängerung der Badesaison schlossen beide aus. "Ausbleibende Schüler als Badegäste nach den Ferien, steigende Heizkosten wegen der kühleren Nächte und fehlende Schwimmmeister bringen dann nur noch drastische Einbußen." Der für dann notwendige Schwimmmeister koste etwa 500 Euro pro Tag.

(sng)
 
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