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Familie & Co.
Deutsch-kroatische Freundschaft belebt

Wermelskirchen. Bereits der Empfang am Flughafen Köln/Bonn am Samstagnachmittag war herzlich. Die Gastfamilien hatten die kroatischen Austauschschüler aus Makarska abgeholt, um den achttägigen "Kurzurlaub im Bergischen" zu beginnen. Das Städtische Gymnasium Wermelskirchen hatte die Jugendlichen von ihrer Partnerschule "Srednja kola fra A. Kacica Mioica" in Makarska eingeladen - 20 Lehrer und Lernende sind der Einladung gefolgt.

Der Slogan "Kurzurlaub" prägte gestern Mittag auch die Begrüßung im Bürgerzentrum. Denn wohl wissend, dass die kroatischen Gäste aus einem Land kommen, in dem es nicht nur Berge, sondern auch Sonne satt und goldene Strände am Meer gibt, hatte Bürgermeister Rainer Bleek einen Kurzfilm abgespielt, mit dem er den Schülerinnen und Schülern das Bergische schmackhaft machen wollte. Impressionen der Talsperren, der Tiere und Schieferhäuser flogen über die Leinwand. Marko und Antonija aus Makarska jedenfalls fühlen sich wohl: "Die Leute hier sind sehr nett, alles gut!", sagten die beiden Austauschschüler in etwas brüchigem, aber verständlichem Deutsch. Sie hatten bereits Gelegenheit, Schloss Burg zu besuchen, wandern zu gehen und Abstecher nach Wuppertal, Leverkusen und Köln zu machen. Ein Sportturnier mit Völkerball und Futsal gab es auch, weil die Begegnung im Sport barrierefrei und ohne Worte funktioniert.

Das Programm der verbleibenden Tage besteht vor allem aus Hospitationen im Unterricht des Städtischen Gymnasiums.

"Die Gastfreundschaft ist überall spürbar", sagten die kroatischen Deutsch-Lehrerinnen Dijana Martinozvic und Evelin Bulic. Deutsch sei in Kroatien die zweite Fremdsprache, gleich hinter Englisch. Neben dem Lernen, betonte Bürgermeister Bleek einen anderen Aspekt der Partnerschaft beider Schulen, die 2011 auf Initiative von Schulleiterin Marita Bahr und Lehrer Sanjin Selimovic entstanden ist. Die deutsch-kroatische Freundschaft und das Zusammenwachsen zwischen den Austauschschülern und ihren Wermelskirchener Gastfamilien seien gerade jetzt wichtig, "in einer Zeit, in der in Europa das Gegenteil passiert."

Die acht gemeinsamen Tage im Bergischen seien eine Möglichkeit, sich zu begegnen und "die gegenseitige Situation, Sorgen und Hoffnungen zu verstehen." JESSICA BALLEER

Quelle: RP
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