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DLRG-Wettkampf lebt von familiärer Atmosphäre

Wermelskirchen. Es ist die freundschaftlich-faire, ungezwungene aber dennoch professionelle Atmosphäre, die Schwimmsportler aus ganz Nordrhein-Westfalen zum Freundschaftswettkampf der Wermelskirchener Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) alljährlich in das hiesige Hallenbad am Quellenweg lockt.

Und genauso diese lockeren Regelungen ohne sportliche Verbissenheit - es werden keine Wertungen für weiterführende Wettkämpfe registriert - machten auch bei der inzwischen 40. Auflage des Freundschaftswettkampfs am vergangenen Wochenende wieder besondere Leistungen möglich, die bei einem regulären Wettkampf gar nicht zugelassen wären.

So startete die elfjährige Kim Zudeick aus Unterburg im Wermelskirchener Team der 15- und 16-Jährigen. Sie komplettierte mit ihrem Einsatz so die Mannschaft der hiesigen DLRG, die sich erst vor drei Wochen zum Start entschlossen hatte. Eine stattliche Leistung, galt es doch bei den unterschiedlichen Disziplinen unter anderem eine mit Wasser gefüllte Rettungspuppe, die es an Land auf 40 bis 50 Kilogramm Gewicht bringt, über 25 Meter durch das Wasser zu ziehen. "Im Wasser ist die Puppe durch den Auftrieb natürlich gefühlt leichter. Trotzdem eine tolle Leistung von unserer Kim", freute sich Daniela Schuh von der Wermelskirchener DLRG-Ortsgruppe. Sie organisiert den Wettkampf seit zehn Jahren federführend.

"Ich habe eigentlich gar nicht speziell für den Wettkampf trainiert. Aber ich fühlte mich stark genug, bin ehrgeizig und habe Spaß daran. Deshalb habe ich zugesagt, als ich von den Älteren gefragt wurde, ob ich in ihrem Team mitschwimmen will", sagte Kim Zudeick bescheiden, jedoch nicht ohne ein wenig Stolz. Letztlich musste Kim Zudeick sogar mit einem kleinen Handicap an den Start gehen: Sie hatte sich in der Schule den Finger verstaucht. "Der ist ganz schön blau", sagte die Elfjährige mit Blick auf den Verband an ihrer rechten Hand.

Zum Freundschaftswettkampf der DLRG im Quellenbad reisten Mannschaften aus Wesseling, Mönchengladbach oder auch Düren an. Regelmäßig dabei sind die Schwimmer der DLRG-Ortsgruppe aus Duisburg-Homberg. Zum ersten Mal mit von der Partie waren die Sportler aus Kempen.

Die mit sieben Jahren jüngsten Teilnehmer stellte das Team aus Kürten. Aus Leverkusen besuchten DLRG-Trainer den Wettkampf, um den Ablauf zu beobachten. Sie möchten dort eine Rettungsschwimmer-Wettkampfgruppe auf die Beine stellen. Die Teams in den Altersklassen ab 13 Jahren traten in vier Läufen gegeneinander an: Hindernis-, Puppen-, Gurtretter- und Rettungsstaffel.

Ein Überblick über die Sieger des DLRG-Freundschaftswettkampfs am vergangenen Wochenende: Anfänger: Kürten (männlich); Altersklasse (AK) bis zwölf Jahre: Kempen (männlich), Rheindahlen (weiblich); AK 13/14: Rheindahlen (männlich); AK 15/16: Duisburg-Homberg (männlich), Kempen (weiblich); AK 17/18: Marienheide (männlich); offene AK: Duisburg-Homberg (männlich), Rheindahlen (weiblich).

STEPHAN SINGER

Quelle: RP
 
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