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Ehrungen und nachdenkliche Töne zur Hallensituation

Wermelskirchen. Mit einem bunten Frühlingsblumen-Korb bedankte sich der Vorstand des Wermelskirchener Turnvereins (WTV) bei Brunhild Kalthoff für ihren langjährigen Einsatz als Leiterin der Turnabteilung. Diese Funktion übergab Kalthoff nun in die jüngeren Hände von Amelie Gebauer-Bremer. Damit tritt die "Grande Dame" des WTV-Turnens aus der Funktionärsriege in die zweite Reihe zurück. Die Vorsitzende Anne Ueberholz betonte: "Der Name Kalthoff wird immer mit dem WTV verbunden sein und hoffentlich in Zukunft auch noch ein wenig bleiben."

Brunhild Kalthoff zeigte sich davon überzeugt, die richtige Nachfolgerin gefunden zu haben: "Die Amelie ist ja quasi in der Turnhalle geboren", lachte Kalthoff augenzwinkernd.

Die 51 Anwesenden bestätigten die Vorsitzende Anne Ueberholz in ihrem Amt, das sie im Verbund mit der Geschäftsführer-Position ausübt. Nach dem Rücktritt von Klaus Junge im Sommer 2015 hatte der Vorstand Anne Ueberholz zur kommissarischen Vorsitzenden bestellt.

In den WTV-Turnrat, der aus den Leitern der einzelnen Sportabteilungen gebildet wird, wählte die Versammlung einstimmig Matthias Ueberholz, Walter Thiel, Jörg Beck, Ulla Sindermann, Werner Pohl, Bernd Kohn und Amelie Gebauer-Bremer. Heiner Sieper, Benno Klinke, Bernd Meyer und Imogen Heihaus bilden mit Matthias Ueberholz den WTV-Ältestenrat.

Genauso wie der Vorstandsbericht waren auch die Berichte der einzelnen Abteilungen geprägt von der Sporthallen-Situation in Wermelskirchen. So habe die 14 Mitglieder starke Volleyball-Mixed-Mannschaft jede Menge Anfragen potenzieller neuer Mitspieler, für diese sei aber aufgrund der gegenwärtigen Hallensituation kein Platz da. Aus dem gleichen Grund legte die Turnabteilung neue Sportangebote im Kinder- und Jugendbereich, die im Herbst starten sollten, erst einmal "auf Eis". Für die Leichtathleten unterstrich Walter Thiel: "Dank der Eigeninitiative der Trainer ist es gelungen, ein Samstagnachmittags-Training bei Bayer Leverkusen zu organisieren."

"Eine Neuauflage des Handball-Turniers 'JHC Open' in 2016 ist aufgrund der Hallensituation fraglich", sgte der Abteilungsleiter des Jugend-Handballclubs (JHC), Matthias Ueberholz. In 2015 nahmen 38 Mannschaften am Turnier teil, das parallel in drei Hallen (Schwanen, Gymnasium, Schuberthalle) ausgespielt wurde.

"Alle zeigen im Moment Solidarität. Aber eine Dauerlösung ist das mit Sicherheit nicht", kommentierte die Vorsitzende die Hallenmisere und das damit verbundene Zusammenrücken der Vereine sowie Sportler. Zudem seien neben den "konfiszierten Hallen" die noch für die sportliche Nutzung offenen Hallen im "extrem schlechten Zustand". Die Vorsitzende verwies auf ein Finanzpolster von gut 15 000 Euro. Der anfangs befürchtete Mitglieder-Schwund durch die angespannte Hallensituation sei bislang nicht eingetreten. "Wir haben einen neuen Höchststand beim Jugendanteil unter den Mitgliedern erreicht. Dadurch verzeichnen wir natürlich etwas weniger Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, weil Kinder und Jugendliche einen geringeren Beitragssatz als Erwachsene zahlen", beschrieb Ueberholz die Entwicklung, die dem Verein zumindest keine dramatischen Nachwuchssorgen beschert. Der WTV ist mit 1276 Mitgliedern der größte Sportverein Wermelskirchens - 616 davon sind weiblich, 660 männlich. 777 Sportler sind nicht älter als 18 Jahre. STEPHAN SINGER

Quelle: RP
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