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Couchgeflüster
Gäste mögen die entspannte Atmosphäre beim Wohnzimmerkonzert

Wermelskirchen. Zwei deutsche Künstler, die durchaus über Deutschlands Grenzen hinaus mithalten können und dieses internationale Niveau durch ihre englischsprachigen Texte dokumentieren, erlebten die Besucher des Auftaktkonzerts zur dritten Staffel der Reihe "Couchgeflüster" im Jugendbereich der Kattwinkelschen Fabrik. Etwa 60 Besucher kamen, um die jeweils 45 Minuten langen Auftritte des Wermelskircheners Adam Glosnicki und des Berliners Gregor McEwan zu sehen.

"Das ist eine tolle Resonanz. Durch den freien Eintritt - für die Künstler wird am Abend immer der Hut herumgereicht - arbeiten wir mit Voranmeldungen. Dieses Mal waren wir im Vorfeld quasi schon ausgebucht", sagte Tanja Schöneweiß vom Katt-Team und fügte an: "Wer dann noch dazukommt, kann natürlich hinein, hat aber keine Garantie mehr im Hauptraum, also im ,Wohnzimmer', einen Platz zu bekommen. Derjenige muss sich dann mit dem Vorraum zufriedengeben, wo man zwar hören, aber nicht sehen kann." An einen anderen, größeren Veranstaltungsort soll aber nicht gewechselt werden. "Wir wollen auf keinen Fall woanders hin, dann ginge das bewusst gewählte Flair und Konzept der Reihe verloren", erklärte Schöneweiß. "Couchgeflüster" könne auf einen Besucherstamm von etwa 30 Zuhörern zurückgreifen, bei jedem Termin kämen neue Gäste hinzu.

Vom inzwischen neunten "Couchgeflüster"-Abend angetan zeigten sich Jörg Pauli (48) und Timo Pleuser (44) aus Wermelskirchen. Letzterer war zum ersten Mal dabei. "Das ist eine sehr nette Veranstaltungs-Idee", meinte er. Und Pauli, bereits zum dritten Mal dabei, ergänzte: "Das ist hier völlig zwanglos in entspannter Atmosphäre. Man kann sich relaxt hinsetzen und zuhören. Größere Konzerte sind doch immer mit Stress verbunden."

Die beiden Künstler Adam Glosnicki (auch mit seiner Band "The Electric Coast" unterwegs) und Gregor Mc-Ewan passten perfekt zum "Couchgeflüster"-Konzept: Mit Gesang und Akustik-Gitarre präsentierten sie ihre Songs (fast ausnahmslos aus eigener Feder) in auf das Nötigste reduzierten Arrangements - quasi beinahe in ihrer Ur-Form. Verstecken oder Kaschieren funktionierte da nicht.

Die Zuschauer hörten aufmerksam zu - einige völlig vertieft mit geschlossenen Augen. Gregor Mc-Ewan gelang es sogar, sich ohne Mikrofon und Verkabelung für zwei Lieder ins Publikum zu hocken und zu spielen - das Mitsingen eines vierzeiligen Refrains hatten die Besucher schnell bereitwillig verinnerlicht.

(sng)
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