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50 Jahre Realschule
Großes Wiedersehen der Ehemaligen beim Schulfest

Wermelskirchen. Unter dem Motto "Streiflichter aus 50 Jahre Realschule" hatte der stellvertretende Schulleiter Jürgen Kamm beim Schulfest zum 50-jährigen Bestehen der Realschule Wermelskirchen eine Ausstellung mit "Ehemaligen-Treff" vorbereitet. Hier riefen vor allem chronologisch an Stellwände platzierte Zeitungsartikel manch eine Erinnerung an Aktivitäten und Abschlussfeiern hervor. So dürfte das Zitat des ehemaligen Schulleiters Bernhard Meier in der Bergischen Morgenpost über die Abschlussfeier 2001 noch heute nichts an Gültigkeit verloren haben: "Wir haben euch trainiert, das Spiel beginnt jetzt", hatte Meier zu den Schüler des Abschlussjahrgangs gesagt.

Auf Tischen, die sonst als Schreibtische für die Schüler im Unterricht dienen, lagen auch Unterschriftenlisten aus, in die sich die ehemaligen Schüler (nach Abschussjahrgängen sortiert) eintragen konnten. Dies tat auch Nicole Hager (geb. Darge) aus Wermelskirchen, die 1993 ihren Abschluss an der Realschule machte. "Das ist ein bisschen wie ein Revival heute. Da werden Erinnerungen wach, man kennt ja schließlich auch viele Leute aus den Jahrgängen drum herum - also diejenigen, die ein oder zwei Jahre jünger oder älter sind", sagte die 39-Jährige. Die Frage nach Erinnerungen an Streiche oder die erste Liebe beantwortete sie mit einem Augenzwinkern: "Dazu sage ich nichts." Eine große Distanz hat sich in der Vergangenheit zwischen Nicole Hager und "ihrer" Realschule nie aufgebaut, geht doch heute ihr Sohn Niklas in die siebte Klasse. Damit gehört Niklas Hager zum letzten Jahrgang, der den Abschluss an der Realschule Wermelskirchen vor der Schließung absolvieren wird. "Ich habe hier heute auch Leute getroffen, die man nicht ständig sieht. Viele wohnen gar nicht mehr in Wermelskirchen", sagte Frank Werner. Seine Erwartungen an den Besuch beim Realschul-Jubiläumsfest erfüllten sich. "Ich bin gekommen, um ehemalige Mitschüler und Lehrer zu treffen."

Der heute 51-Jährige machte 1983 seinen Abschluss an der Realschule, lebt immer noch in Wermelskirchen und arbeitet in Remscheid.

Beim Blättern in der Schülerzeitung zum 25-jährigen Bestehen der Realschule (1991) fiel ihm ein Foto von Hausmeister Willi Schmitz mit dem Titel "Graue Eminenz" auf. "An den kann ich mich auch gut erinnern", sagte er. Das Auslaufen der Realschule nach der Gründung der Sekundarschule sieht Werner nicht nur negativ: "Natürlich ist es schade, dass es die Realschule bald nicht mehr geben wird. Aber die Sekundarschule kann eine Chance sein. Letztlich hat es viel mit den handelnden Personen an den Schulen zu tun und nicht mit dem Etikett, was drauf klebt!"

Quelle: RP
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