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Leben & Lernen
"Hakuna MatAbi" - 150 Abiturienten feiern Abschied

Wermelskirchen. Endlich geschafft! Am Samstag erhielten 150 Schüler des städtischen Gymnasiums bei der Abschiedszeremonie im Bürgerzentrum ihre Abiturzeugnisse. Nach Ansprachen, etwa von Bürgermeister Rainer Bleek und Schulleiterin Marita Bahr, sowie einigen musikalischen Vorträgen wurden den Abiturienten in alphabetischer Reihenfolge ihre Zeugnisse überreicht. Die Ergebnisse der Schüler können sich dabei durchaus sehen lassen: 23 Prozent erreichten einen Schnitt von 2,0 oder besser - dreimal wurde gar die Note 1,0 vergeben (BM berichtete).

"Jetzt könnt Ihr Gedichte analysieren und Integrale berechnen - aber keine Waschmaschine bedienen", merkten die Beratungslehrer Marco Berscheidt und Anne Stroman mit einem Augenzwinkern an. Nach einer langen Schullaufbahn beginnt für die Abiturienten nun ein neuer Lebensabschnitt, wie die verschiedenen Redner auf der Bühne immer wieder betonten. Marita Bahr richtete persönliche Worte an die jungen Erwachsenen: "Vor acht Jahren bin ich als Direktorin gemeinsam mit Ihnen eingeschult worden. Darum habe ich heute schon ein wehmütiges Gefühl", sagte sie. Auch auf ihre eigene Schulzeit blickte die Schulleiterin zurück und übte dabei deutliche Kritik an den Zuständen in den 1960er und 1970er Jahren: "Das System Schule war damals unerträglich, eine Abschlussfeier haben wir 1973 deshalb abgelehnt", erinnerte sich Bahr. "Die Schulgemeinde ist mittlerweile offen und kritikfähig", zog die Schulleiterin ein positives Schlussfazit.

Den Fokus auf die Gegenwart richtete der Bürgermeister: "Heute sind Sie am höchsten Punkt Ihrer Allgemeinbildung angelangt", merkte Rainer Bleek an. Mit Blick auf die kommenden Jahre äußerte er die Hoffnung, dass Wermelskirchen bei den Abiturienten "nicht ganz in Vergessenheit geraten wird".

"Hakuna MatAbi" lautete das Motto des Abiturjahrgangs in Anlehnung an den durch den Film König der Löwen bekannt gewordenen Spruch "Hakuna Matata" ("Alles in bester Ordnung"). Auf dieses Motto nahmen auch die Schüler- und Elternvertreter sowie die Beratungslehrer der Jahrgangsstufe immer wieder Bezug. "Wir möchten die Bedeutung des Spruches ein wenig umdeuten: 'Lebe so, dass Du weder Dir selbst noch anderen Sorgen bereitest'" schlugen die Beratungslehrer vor. Die Schülersprecherinnen Emel Aydin und Marilu Berg erinnerten derweil an all die Gewohnheiten, die für die Abiturienten nun der Vergangenheit angehören: "Nie wieder werden wir in der Pause chillen können oder unlustige Witze der Lehrer aushalten müssen." Im Anschluss an die Zeugnisvergabe wurden die besten Abiturienten gesondert ausgezeichnet, bevor die zahlreichen Gäste die Feier bei einem Glas Sekt ausklingen ließen.

FREDERIK OEHL

Quelle: RP
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