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Humpen des Siegerteams ist immer gut gefüllt

Wermelskirchen. Ein Neunmeter (wegen der kleineren Tore und dem kleineren Platz kein Elfmeter) in der letzten Minute erzwang die Entscheidung, nachdem es lange 1:1-Unentschieden gestanden hatte: Mit 2:1 besiegten die "Stumpfer Humpen" die "Osminghauser Freude" im Finale der 27. Auflage des Kultfußballturniers um den Eichholzer Wanderpokal. Damit hatte der "Talismann" der "Humpen" dem Team das nötige Quentchen Glück gebracht. Bei diesem Glücksbringer handelte es sich übrigens um eine stattliche Kölsch-Stange mit drei Litern Fassungsvermögen. Dieser Krug sorgte dafür, dass die "Humpen" während des Turniers niemals auf dem "Trockenen" saßen.

"Ich hätte hier natürlich gerne meine Fische gewinnen sehen wollen", kommentierte Turnierorganisator Andreas Posingies bei der Übergabe des Wanderpokals, der traditionell mit einer Mischung aus Wodka und Orangensaft randvoll gefüllt war. Die Mannschaft der Organisatoren von der IG Fisch musste sich im Halbfinale den Osminghauser Freunden geschlagen geben, die Pokalsieger aus dem vergangenen Jahren von der Mannschaft "Strammtisch" unterlagen im Halbfinale den "Stumpfer Humpen". Für die "Spielevereinigung Grunewald" und die "Spirtpiraten" war bereits nach der Vorrunde, in der jede Mannschaft gegen jede spielte, das Turnier zu Ende. Das Kultturnier an der Eichholzer Straße hat seine ureigenen Herausforderungen, die sich in diesem Jahr durch den andauernden Regen noch verstärkten: Der Boden des hügeligen und abschüssigen Bolzplatzes war vollkommen aufgeweicht - kein Wunder, dass manch einer mit Gummistiefeln gewappnet war. Spieler, die sich ansonsten auf "feinen Plätzen in der Landesliga tummeln", konnten den Ausnahmebedingungen durchaus etwas abgewinnen: "Das ist noch ein Turnier für echte Männer!"

Und Zuschauer Reinhard Albers, der im Dabringhauser Karneval als Cocktail-Mixer bekannt ist, ließ sich wie die vielen anderen Zuschauer auch nicht von der Witterung abschrecken: "Ich habe Spaß daran, bei diesem Ereignis dabei zu sein und das mitzuerleben - das ist hier schon etwas ganz Besonderes."

Alina Posingies, Tochter des Organisators, feiert am morgigen Mittwoch ihren 20. Geburtstag und gehört seit Kindesbeinen zu den Besuchern des Eichholzer Turniers. Sie fühlt sich mit dem "Eichholz-Cup" eng verbunden, kam sie doch an einem Sonntagvormittag nach dem Turnier auf die Welt: "Ich bin der größte Eichholz-Fan überhaupt.", versicherte sie lachend.

(sng)
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