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Historisch
Inschrift noch nicht zugeordnet

Historisch: Inschrift noch nicht zugeordnet
Olaf Scheitler, Volker Ernst und Petra Ammon (v.l.) sicherten im Juni 2016 die Grabsteine auf dem Loches-Platz. FOTO: Schütz
Wermelskirchen. Vor 14 Monaten sicherten die Stadtführerin Petra Ammon und BGV-Vorsitzender Volker Ernst acht Steine aus Grauwacke und Sandstein auf dem Loches-Platz, bevor die Bagger beim Umbau alles platt machen. Die Steine standen am Rand einer Allee aus mehr als 100 Jahre alten Weißbuchen - sie werden von den beiden Fachleuten als mögliche Grabsteine der Familien Schumacher/Schmidt zugeordnet. Überzogen mit Patina, wurden sie zur Kapelle auf dem Stadtfriedhof Berliner Straße transportiert, wo sie seither neben den Grabsteine von Julius Schumacher und seiner Frau liegen - fast schon zugewachsen vom Grün.

Petra Ammon hat jetzt die Grabsteine gesäubert - mit Rasierschaum hat sie die Steine eingeseift und somit die Schrift schon besser freigelegt. "Ich habe schon einiges mehr entdeckt, kann dies aber im Moment nicht zuordnen." Fragmente wie "Hütte" und "Gott" waren sehr früh erkannt worden, Vermutet war, dass die Steine gemeinsam mit dem Taufstein von Julius Schumacher 1838 bei Abriss des Kirchenschiffes gesichert worden waren. Dann könnten die Steine am Kirchhof die Begräbnisstätte eingefriedet haben. Volker Ernst gestand bei der Sicherung der Steine: "Wir haben uns zu spät darum gekümmert."

Für Ammon ist es wichtig, das diese Steine nicht auf die Bauschuttkippe gekommen sind. Als Stadtführerin hat sie gerade zu Julius Schumacher ein besonderes Verhältnis - der Familie Schumacher gehörte schließlich bis 1939 der heutige Loches-Platz, die Bürgerhäuser waren einst das Wohnhaus. Die Stadtführerin will nichts unversucht lassen, mehr über die Steine und Inschriften zu erfahren. "Ich überlege jetzt, Kirchenbücher einzusehen. Vielleicht entdecke ich ja dort Ähnlichkeiten mit den Inschriften."

Da die Steine für jedermann zugänglich auf dem Friedhof liegen, ist das auch eine Möglichkeit für historische interessierte Wermelskirchen, mal einen Blick drauf zu werfen. "Bis jetzt hat sich noch niemand gemeldet. Das ist schade."

(tei.-)
 
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